Spielberichte

"Es war eine typische X-Partie" – Furth gleicht nach 0:2 und trotz Rot noch aus

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USV St. Andrä-Wördern
USV Furth

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat USV Furth am Freitag beim USV St. Andrä-Wördern nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Trainer Agron Veselji sprach von einer "typischen X-Partie", ärgerte sich über zwei Eigenfehler vor der Pause und hob zugleich hervor, dass seine Mannschaft auch in Unterzahl dranblieb. Der späte Ausgleich passte deshalb genau zu seinem Eindruck eines Spiels auf Augenhöhe.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Doppelschlag bringt Furth ins Hintertreffen

Veselji erlebte die Partie zunächst nicht als klare Angelegenheit für die Gastgeber. "Aus meiner Sicht war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für uns", sagte der Further Trainer nach dem Schlusspfiff. Auf der Anzeigetafel stand nach 25 Minuten trotzdem ein 0:2, weil St. Andrä-Wördern in kurzer Folge zweimal traf. In der 23. Minute brachte Christopher Sommer die Heimelf in Führung, nur zwei Minuten später legte Michael Jusits das 2:0 nach. Gerade diese beiden Gegentore blieben Veselji besonders hängen. "Der entscheidende Moment waren die Eigenfehler", sagte er deutlich. Vor allem beim ersten Treffer ärgerte ihn der Ablauf: "Unsere Mauer geht beim 1:0 unerklärlich auseinander. Der Ball geht mitten durch ins kurze Eck." Auch beim zweiten Tor machte er keinen Hehl daraus, wo das Problem lag: "Beim 2:0 haben wir einfach geschlafen. Wenn wir da heller im Kopf sind, ist der Ball leicht zu verteidigen."

Ali Hussaini hält Furth im Spiel, Max Novotny trifft spät

Trotz dieses Doppelschlags kam Furth noch vor der Pause zurück. In der 40. Minute verkürzte Ali Hussaini auf 1:2, Veselji sprach dabei von einem Elfmeter, durch den seine Mannschaft wieder Anschluss fand. Mit diesem Treffer war das Spiel für ihn wieder offen, weil seine Elf "eigentlich sehr gut mitgespielt" habe. Noch bemerkenswerter wurde der Auftritt aus Further Sicht nach der Roten Karte gegen Jonathan Bijak in der 61. Minute. Veselji sah seine Mannschaft auch in Unterzahl nicht einbrechen, sondern sogar mit Vorteilen. "Obwohl wir dann eine Rote Karte bekommen, sind wir überlegen", sagte er. Von St. Andrä-Wördern sei nach seiner Wahrnehmung in dieser Phase zu wenig gekommen. In der Nachspielzeit belohnte sich Furth dann doch noch: Nach einem Freistoß von der Seite erzielte Max Novotny das 2:2. Veselji beschrieb die Szene so: "Der Ball wird Richtung erste Stange gespielt. Max Novotny passt den Ball dann mit einem Drehkicker am Torwart vorbei."

Warum sich das Remis für Veselji richtig anfühlte

Gerade weil das Spiel aus seiner Sicht lange ausgeglichen lief, wollte Veselji aus dem späten Punktgewinn kein großes Spektakel machen. Seine Einordnung blieb klar und nüchtern. "Es war einfach eine typische X-Partie. Das 2:2 ist gerechtfertigt", sagte der Further Coach. Beide Mannschaften hätten sich aus seiner Sicht die drei Punkte nicht wirklich verdient, weil auf beiden Seiten die ganz große Zahl an Chancen fehlte. "Wir hatten nicht übermäßig Torchancen. St. Andrä hatte nicht übermäßig Torchancen", erklärte er. Den Gegner sah er "teilweise ideenlos", räumte aber gleichzeitig dessen Qualität ein, weil die Gastgeber ihre Möglichkeiten eben doch zu zwei Treffern nutzten. Auch über die Spielleitung verlor Veselji deutliche Worte, machte seine Kritik aber vor allem an einzelnen Entscheidungen fest: "Da gab es auf beiden Seiten gravierende Fehlentscheidungen."

Ein Punkt, der zum größeren Bild passt

Für Veselji war das 2:2 deshalb nicht nur ein spätes Resultat, sondern auch ein weiterer Hinweis darauf, wie sich seine Mannschaft in den vergangenen Wochen entwickelt hat. "Seitdem Christoph Leuthner und ich übernommen haben, wird die Mannschaft immer mehr zu einer Mannschaft", sagte er. Er sieht mehr Zusammenhalt, mehr Kampf und vor allem eine Gruppe, die nicht aufgibt. Genau dieses Bild habe Furth auch in St. Andrä-Wördern abgegeben. Nach dem 0:2 blieb die Mannschaft dran, nach dem Platzverweis erst recht, und am Ende stand noch der Ausgleich. Dass Furth in der Tabelle Letzter ist, spielte für den Trainer in seiner Analyse ohnehin nur eine Nebenrolle. "Man merkt nicht, dass wir Letzter sind. Wir können jedem Gegner Paroli bieten", sagte Veselji. So nahm er aus diesem 2:2 vor allem mit, dass seine Mannschaft wieder das geliefert hat, was sie sich derzeit erarbeitet: Widerstandskraft und einen verdienten Punkt.

2. Klasse Wachau/Donau: USV St. Andrä-Wördern : USV Furth - 2:2 (2:1)

  • 93
    Max Novotny 2:2
  • 40
    Ali Hussaini 2:1
  • 25
    Michael Jusits 2:0
  • 23
    Christopher Sommer 1:0