In der 2. Klasse Wachau/Donau hat SG Haitzendorf/Grafenwörth II am Freitagabend gegen SV Zwentendorf klar mit 0:4 verloren. Für Trainer Ronald Jirout lag der Schlüssel in der 2:0-Pausenführung, weil seine Mannschaft die Partie von Beginn an auf ihre Seite zog. Nach zwei frühen Treffern kontrollierten die Gäste das Spiel weiter und legten nach der Pause noch zwei Tore nach, ohne den Faden zu verlieren.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schon in den ersten Minuten war aus Sicht des Zwentendorf-Trainers zu erkennen, in welche Richtung dieses Spiel laufen würde. Jirout sagte nach dem Schlusspfiff: "Wir waren von Beginn an überlegen. Das Spiel ist auf ein Tor gegangen." Diese Einschätzung spiegelte sich auch im Spielstand wider, denn noch vor der Pause belohnten sich die Gäste doppelt. In der 19. Minute brachte Luigi Iacona Zwentendorf mit 1:0 in Führung. Jirout beschrieb diesen Treffer als "Kopfballtor nach einer Flanke von der rechten Seite". Nur fünf Minuten später legte Daniel Strohmayer das 2:0 nach. Auch diesen Treffer ordnete der Trainer klar ein: Das Tor fiel "aus dem Zentrum, wo der Torwart überhoben wurde". Genau diese Phase war für ihn der Knackpunkt der Partie. "Der entscheidende Moment für den Sieg war die 2:0-Pausenführung", sagte Jirout.
Was dem Trainer an diesem Auftritt besonders gefiel, ging über das nackte Ergebnis hinaus. "Besonders gut funktioniert haben die Geschlossenheit im Team und die Arbeit gegen den Ball", erklärte Jirout. Damit beschrieb er auch sehr treffend, warum Zwentendorf über weite Strecken die Kontrolle behielt und sich das Spiel nicht aus der Hand nehmen ließ. Der Gegner machte es den Gästen dabei nicht durchgehend leicht. Jirout sagte ausdrücklich, dass Haitzendorf/Grafenwörth II "im Rahmen seiner Möglichkeiten dagegengehalten" und seiner Mannschaft "in den Zentren das Leben schwer gemacht" habe. Entscheidend war für ihn aber, dass sich Zwentendorf aus diesen Situationen immer wieder befreien konnte. Gerade in dieser Mischung aus mannschaftlicher Geschlossenheit, klarer Ordnung und der etwas besseren Spielanlage sah er am Ende den Unterschied zwischen beiden Teams.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Zwentendorf bei seiner Linie und begnügte sich nicht mit dem 2:0. In der 61. Minute erhöhte Marcel Török auf 3:0, in der 89. Minute setzte Christoph Böck mit dem 4:0 den Schlusspunkt. Damit entwickelte sich die Partie genau so weiter, wie es Jirout im Rückblick beschrieben hatte: erst die Vorentscheidung vor der Pause, dann das saubere Nachlegen in der zweiten Hälfte. Ganz ohne Kritik wollte der Trainer den Auftritt trotzdem nicht stehen lassen. "Verbesserungspotenzial sehe ich natürlich noch immer in der Chancenauswertung", sagte er. Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht dagegen keinen. "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, es gab keine diskussionswürdigen Situationen." Mit dem Auswärtssieg steht Zwentendorf nach elf Spielen bei 28 Punkten und damit weiter an der Spitze. Jirout fasste den Unterschied knapp zusammen: "Wir waren ein bisschen reifer und in der Spielanlage besser."