In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der SC Hadersdorf vor der Winterpause den SV Neuaigen nach 0:1-Pausenrückstand noch klar mit 5:1 besiegt. Entscheidend war aus Sicht von Sektionsleiter Marco Flicker der Auftritt nach dem Seitenwechsel: Hadersdorf kam stark aus der Kabine, glich sofort aus und brachte danach deutlich mehr Energie auf den Platz. So wurde aus einer schwierigen ersten Hälfte noch ein klarer Heimsieg.

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Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber keineswegs so, wie es das Endergebnis später vermuten lässt. Flicker schilderte einen Start, in dem viel umkämpft war, in dem Neuaigen aber zunächst die besseren Antworten fand. "In den ersten Minuten war das Spiel eher umkämpft, wobei Neuaigen sicher spielerisch bessere Lösungen gefunden hat und besser in der Partie war", sagte der Hadersdorfer Sektionsleiter. Dieses Bild zog sich für ihn auch über weitere Phasen der ersten Hälfte. Die Gäste hätten "das Spiel immer von hinten aufgebaut, spielerische Lösungen gesucht" und zudem vorne "sehr gute Spieler mit individueller Qualität" gehabt. In der 32. Minute schlug sich das dann auch im Spielstand nieder, als Nenad Jeftic das 0:1 für Neuaigen erzielte. Flicker sprach in diesem Zusammenhang von einem unnötigen Gegentor nach einem Eigenfehler und meinte rückblickend offen: "Wir haben es bis zur Halbzeit nicht geschafft, etwas entgegenzusetzen." Mit diesem Rückstand ging Hadersdorf in die Kabine.
Gerade deshalb war der Beginn der zweiten Hälfte der eigentliche Schlüssel zu diesem Spiel. Flicker machte daraus im Gespräch keinen Hehl und formulierte den Wendepunkt sehr klar: "Ganz klar entscheidend war, dass wir sehr gut aus der Halbzeit gekommen sind, sofort den Ausgleich gemacht haben und dann in weiterer Folge auch schnell das 2:1." Genau dieser Ablauf lässt sich auch am Spielbericht ablesen. Nur eine Minute nach Wiederbeginn traf Roman Ramoser zum 1:1 und gab der Partie damit sofort eine andere Richtung. Hadersdorf war nun deutlich präsenter und wirkte viel entschlossener als noch vor der Pause. Als David Schrabauer in der 58. Minute auf 2:1 stellte, war der Umschwung auch ergebnistechnisch vollzogen. Aus einer Mannschaft, die bis zur Pause wenig Zugriff gefunden hatte, wurde nach Wiederbeginn ein Team, das auf einmal im Spiel war und den Rückstand schnell abgeschüttelt hatte. Flicker brachte diese Veränderung später auf einen einfachen Nenner: "Besonders wichtig war die Moral, wie wir aus der Kabine gekommen sind."
Mit der Führung im Rücken ließ Hadersdorf nicht mehr locker und machte aus der gedrehten Partie in der Schlussphase noch eine klare Angelegenheit. In der 75. Minute erhöhte Matthias Poschenreithner auf 3:1, nur drei Minuten später legte David Schrabauer mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:1 nach. Den Schlusspunkt setzte Lukas Kugler in der 90. Minute mit dem Treffer zum 5:1-Endstand. Für Flicker war dieses deutliche Resultat nicht einfach nur eine Folge der Tore, sondern das Ergebnis einer veränderten Haltung über die zweite Halbzeit hinweg. "Im Endeffekt wollten wir den Sieg dann doch mehr und haben über die ganzen 90 Minuten gesehen mehr Energie ins Spiel gebracht", sagte er. Auch seine Gesamtbewertung fiel entsprechend eindeutig aus: "So haben wir dann auch ins Spiel gefunden und aus meiner Sicht mit der zweiten Halbzeit verdient gewonnen." Der klare Endstand war damit vor allem Ausdruck eines Spiels, das Hadersdorf nach der Pause an sich gezogen hat.
Auffällig war bei Flickers Einordnung, dass er trotz des klaren Ergebnisses nicht nur auf die eigene Leistung blickte, sondern auch die Qualitäten des Gegners anerkannte. Neuaigen habe spielerisch überzeugt, von hinten sauber aufgebaut und über Offensivspieler mit individueller Qualität verfügt. Gerade deshalb wertete er den Umschwung nach der Pause besonders hoch. Größere Aufreger habe es in dieser Partie laut dem Hadersdorfer Sektionsleiter nicht gegeben, auch mit dem Unparteiischen war er einverstanden: "Die Schiedsrichterleistung war absolut in Ordnung." Für Hadersdorf steht damit vor der Winterpause ein Heimsieg, der nach einer schwachen ersten Hälfte noch deutlich ausfiel und die Mannschaft auf 22 Punkte nach elf Runden bringt. In der Tabelle überwintern die Hadersdorfer damit auf Rang drei. Viel mehr wollte Flicker nach dem Schlusspfiff gar nicht hinzufügen. Sein letzter Satz passte zum Abschluss dieses Nachmittags: "Wir freuen uns jetzt alle auf die Winterpause."