In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal sorgt Trainer Michael Naderer mit der SG Waldhausen/Gloxwald derzeit für Aufsehen. Nach zwölf Spielen steht das Team mit 30 Punkten an der Tabellenspitze – punktgleich mit dem ersten Verfolger, aber mit dem besseren Torverhältnis. Naderer blickt auf eine außergewöhnlich konstante Hinrunde zurück, die mit zahlreichen Siegen gegen namhafte Gegner den Status der SG als Topteam der Liga festigt. Im Gespräch schildert der Trainer die Gründe für den Erfolg, den besonderen Zusammenhalt im Kader und die Pläne für das Frühjahr.

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Waldhausen/Gloxwald gewann in den letzten Wochen des Herbstes Spiel um Spiel. Auf ein 1:1 im Nachbarschaftskampf gegen Nöchling folgte eine Siegesserie, die am 7. November mit einem weiteren Erfolg ihren vorläufigen Höhepunkt fand. „Wir haben eine überragende Herbstsaison gespielt. Wir haben nur drei Unentschieden, sonst nur Siege“, fasst Naderer die erste Halbserie knapp, aber treffend zusammen. Insbesondere die Schlussphase der Hinrunde zeigte, dass die Mannschaft nicht nur kämpferisch, sondern auch taktisch gereift ist.
Trotz enger Tabellenkonkurrenz behauptete sich die SG durch Konstanz und eine klare Spielidee. Naderer betont, wie wichtig dabei Trainingsqualität und Teamspirit waren: „Wir haben eine super Truppe, super Trainingsbeteiligung, und wir steigern uns von Spiel zu Spiel.“
Nach außen ist spürbar, dass das Team eine besondere Dynamik entwickelt hat. Naderer erklärt sich das durch den kameradschaftlichen Umgang im Klub: „Wir sind alle gute Freunde. Wir machen privat viel miteinander. Das merkt man an der Stimmung – im Verein herrscht gerade ein richtiger Aufschwung.“
Diese Harmonie spiegelt sich auf dem Platz wider: kein Hadern, kein Neid, sondern gegenseitige Unterstützung. Veränderungen am Kader gab es keine. Stattdessen setzt Waldhausen/Gloxwald auf Kontinuität – ein markantes Erfolgsrezept. Im Frühjahr kehren zudem zwei Langzeitverletzte in den Kader zurück, die laut Naderer „sehr gute Verstärkungen“ darstellen sollen. Bis auf diese beiden sind alle Spieler fit und hochmotiviert.
Wenn Naderer über Gegner spricht, bleibt er sachlich und anerkennend. Besonders lobt er Vereine, die – ähnlich wie seine SG – ohne Legionäre spielen und auf eigene junge Spieler setzen. Auch gegen individuell starke Konkurrenten überzeugte seine Mannschaft in direkten Duellen. Dass die SG aktuell Tabellenführer ist, überrascht den Trainer nicht: „Wir sind überlegen und überragend Herbstmeister geworden.“
Für das Frühjahr möchte er den Schwung mitnehmen: Das Ziel „Top drei“ aus der Saisonplanung 2025/26 sei längst übertroffen, doch Naderer bleibt vorsichtig optimistisch: „Wir wollen die Herbstsaison bestätigen, im Frühjahr genauso weiterspielen, uns ständig verbessern und uns dem Niveau der ersten Klasse angleichen, damit wir nächstes Jahr vielleicht den Aufstieg schaffen.“ Mit dieser klaren Vision und der mannschaftlichen Geschlossenheit geht Waldhausen/Gloxwald als Favorit in die Rückrunde.