In der 1. Klasse Süd kämpft Dominik Größ, Co-Trainer von ASK Trumau, mit seiner Mannschaft darum, nach einer schwierigen Hinrunde den Umschwung zu schaffen. Der Herbst verlief wechselhaft. Mit zehn Punkten aus 13 Spielen liegt Trumau aktuell auf Rang 13 der Tabelle. Größ sprach im Interview über die Probleme der vergangenen Monate, die zahlreichen Kaderveränderungen und das neue Selbstvertrauen im Team.

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„Es ist in so gut wie in keinem sportlichen Bereich gut gelaufen“, fasste Dominik Größ selbstkritisch zusammen. Seine Mannschaft habe es kaum geschafft, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen – Verletzungspech und fehlende Eingespieltheit hätten sich gegenseitig verstärkt.
„Wir haben zu keinem Zeitpunkt der Saison unsere Qualität auf den Rasen bringen können“, so der Co-Trainer. Entsprechend weitreichend fielen die Überlegungen in der Winterpause aus: „Wir haben im Winter umgerüstet und neu ausgerichtet, sodass wir im Frühjahr hoffentlich voll durchstarten.“
Der wichtigste Schritt war die Verpflichtung von Thomas Slawik, der neue Mann an der Seitenlinie des ASK Trumau. Größ lobt dessen Erfahrung und die klare Spielphilosophie: Der neue Übungsleiter, ehemals auf Regionalliga-Niveau tätig, habe eine „eigene Art, Fußball zu spielen“, die bei den Spielern bereits für Aufbruchsstimmung sorge. Neben der neuen sportlichen Führung kam auch Bewegung in den Kader: Für einen verletzungsbedingt abgetretenen Edin Muji wurde ein Manuel Wagner geholt, der bereits im ersten Vorbereitungsspiel überzeugte.
Ein weiterer Zugang im Zentrum ist Fabio Zimmermann, der den abwandernden Marco Anderst ersetzt. Fabio präsentierte sich laut Größ „voll fit und motiviert“. Ergänzt wurde das Team durch einen dritten Neuen, Manuel Tuczai, dem nach über einem Jahr Pause noch etwas Fitness fehlt, der aber „spielerische Qualität und überragende Fähigkeiten“ mitbringe. Insgesamt sei die Stimmung durch die Veränderungen deutlich besser geworden. Zwar sei die Euphorie angesichts der Tabellensituation noch gedämpft, „aber man merkt, dass die Mannschaft wieder frischer wird und zuversichtlich dem Frühjahr hinfiebert“.
Die Verletzungsprobleme begleiten den ASK Trumau weiter. Der junge talentierte Spieler, Tim Greider, fällt bereits das zweite Jahr in Folge mit einem Kreuzbandriss aus; sein Comeback ist ungewiss. „Ob er überhaupt zurückkommt, wird sich erst im Laufe der Frühjahressaison herausstellen“, sagte Größ, der zugleich froh ist, dass der restliche Kader derzeit verletzungsfrei ist.
Besonders bewegend war ein gesundheitlicher Rückschlag beim Kapitän des ASK Trumau, Thomas Jaizcay, der im Winter während eines England-Urlaubs einen Schlaganfall erlitt – ausgelöst durch ein Loch im Herzen. „Er war im katastrophalen Herbst immer eine Stütze für die Mannschaft und den Verein“, so Größ. Das Team fühle mit ihm mit und hoffe auf seine vollständige Genesung – ein Moment, der den Zusammenhalt noch einmal spürbar gestärkt habe.
Mit der neu formierten Mannschaft und dem erfahrenen Trainerstab soll der ASK Trumau nun die Wende schaffen. Die Rückrunde bietet die Chance, sich aus der Abstiegszone zu befreien – auch wenn der Rückstand auf die Konkurrenz bereits spürbar ist. Größ sieht die kommenden Wochen als Bewährungsprobe: Nach den Tests in der Winterpause soll das Team sofort Vollgas geben, um früh in der Saison zu punkten.
„Wir hoffen, dass wir im Frühjahr voll durchstarten können“, betonte der sportliche Leiter. Der Verein hat dafür die Voraussetzungen geschaffen: ein verstärktes Team, klare Strukturen und wieder spürbaren Zusammenhalt. Nun liegt es an der Mannschaft, die Worte ihres Trainerteams auf den Platz zu bringen und endlich die Qualität zu zeigen, die in ihr steckt.