In der 2. Landesliga Ost blickt Jürgen Eckbauer, Trainer des SC Hirschwang, auf eine starke Hinrunde zurück. Nach 15 Spieltagen rangiert seine Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz, nur vier Punkte hinter Spitzenreiter ASV Hohenau. Die Formkurve zeigte zuletzt klar nach oben: Nach den Niederlagen gegen Hohenau und FC Klosterneuburg meldete sich Hirschwang mit Siegen gegen Obergänserndorf, SC Katzelsdorf und ASV Vösendorf eindrucksvoll zurück. Eckbauer spricht über die neue Dynamik im Verein, gezielte Kaderanpassungen und die Herausforderungen der Rückrunde.

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„Ausschlaggebend für unseren Erfolg sind die Leidenschaft, die Kompaktheit und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft“, erklärt Jürgen Eckbauer im Gespräch. Der Trainer betont, dass in Hirschwang das Wir-Gefühl wichtiger sei als individuelle Glanzleistungen. Der gesamte Verein lebe diesen Teamgeist – am Spielfeld ebenso wie abseits davon.
Die Stimmung im Umfeld beschreibt Eckbauer als ausgesprochen positiv; das mitschwingende Gemeinschaftsgefühl sei ein zentraler Grund, warum die Mannschaft auf hohem Niveau agiere. Auch in der Vorbereitung habe das gesamte Team „eine unglaublich gute Einstellung“ gezeigt.
In der Winterpause kam es beim SC Hirschwang zu gezielten Veränderungen im Aufgebot. Ein Innenverteidiger verließ den Verein und musste ersetzt werden. Neu hinzu kam ein Defensivspieler, der zusätzliche Stabilität in die Abwehr bringen soll.
Außerdem verpflichtete man drei junge Talente. „Sie sollen uns in der Breite verstärken“, erläutert Eckbauer, der auf eine Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Energie setzt. Im Betreuerstab wurde ebenfalls nachjustiert: Nach dem Trainerwechsel in der Hinrunde übernahm Eckbauer das Cheftraineramt, im Winter stieß ein neuer Co-Trainer hinzu. Über diese Verpflichtung zeigt sich der Coach zufrieden: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn im Team haben.“
Aktuell muss Hirschwang auf zwei Spieler mit Kreuzbandriss verzichten, die laut Eckbauer erst in der neuen Saison zurückkehren werden. „Das ist natürlich bitter, aber wir haben gelernt, solche Ausfälle mannschaftlich aufzufangen.“ In der Analyse der bisherigen Gegner hebt Eckbauer besonders ASV Hohenau und FC Klosterneuburg hervor. Beide hätten gegen Hirschwang verdient gewonnen – Hohenau durch kompakte Spielweise, Klosterneuburg durch hohe Dynamik. Nach diesen Rückschlägen zeigte die Mannschaft Moral: Mit aufeinanderfolgenden Siegen gegen Obergänserndorf, Katzelsdorf und Vösendorf bestätigte das Team seine Widerstandskraft und festigte Rang zwei in der Tabelle.
Eckbauer bleibt realistisch: „Verbesserungswürdig ist vielleicht unsere Defensive – das eine oder andere Tor weniger zu bekommen, wäre schön.“ Die Rückrunde soll nun genutzt werden, um an dieser Stabilität zu arbeiten und die Aufstiegschancen zu wahren. Mit Leidenschaft, Kompaktheit und Zusammenhalt als Leitmotiv will Hirschwang weiter oben mitspielen – und seine bemerkenswerte Teammentalität als Schlüssel zum Erfolg nutzen.