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SC Moosbrunn-Trainer Markus Horak: „Top fünf war das Ziel – jetzt nur drei Punkte am Tabellenende“

SC Moosbrunn

Nach einer ernüchternden Hinrunde der 2. Klasse Ost-Mitte zieht Markus Horak, Trainer des SC Moosbrunn, eine offene Bilanz über die Lage seines Teams. Der Herbst verlief alles andere als nach Plan: Nach elf Spielen steht der Klub mit drei Punkten am Tabellenende. Niederlagen gegen Gumpoldskirchen, ASV Hinterbrühl, SVg Guntramsdorf und FC Laxenburg sowie ein Unentschieden gegen FSV Fortuna Mödling prägten die letzten Wochen. Dennoch bleibt Horak optimistisch, verweist auf den Teamgeist und setzt große Hoffnung auf eine intensive Wintervorbereitung und punktuelle Verstärkungen.

Torwart in grüner Dress hockend

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Ein enttäuschender Herbst, aber intakte Moral

„Wir sind eigentlich sehr gut in die Saison gestartet“, erklärt Horak rückblickend. Gegen Mitterndorf und Brunn, beides Titelaspiranten der Liga, konnte die Mannschaft punkten. Insgesamt sei die Bilanz aber unzufriedenstellend: „Das Ziel war Top fünf – und jetzt stehen wir mit drei Punkten am Tabellenende.“ Trotz der enttäuschenden Ergebnisse sieht Horak den Verein gefestigt: „Die Stimmung im Verein ist top – angefangen vom Vorstand bis zu den Spielern.“ Auch nach drei schwierigen Jahren habe man den Zusammenhalt bewahrt. Im Vereinsumfeld herrschen Einigkeit und Aufbruchsstimmung für die Rückrunde.

Transferbewegungen und personelle Umbrüche

Für die zweite Saisonhälfte setzt Horak auf gezielte Neuzugänge. „Im Sommer waren die neuen Spieler sehr unzuverlässig, diesmal erhoffen wir uns mehr“, sagt er. Schmerzhaft seien die Abgänge von Paul Bruckner und Manuel König, die beide zu Ebergassing gewechselt sind. Auch Saban Ayvaz zog es nach Neustadt, Giuseppe Blazevic und Merlind Sinanaj verließen den Klub ohne festes Ziel, während Mohamed Ali zu den Akademikern zurückging.

Neu im Kader sind mehrere Spieler, darunter ein Rückkehrer – das Trainerteam setzt dabei auf Charakter, Zuverlässigkeit und Erfahrung. Ein geplanter Zugang nach schwerer Knieverletzung steht unter besonderer Beobachtung: Horak hofft, dass er zum Meisterschaftsstart wieder fit sein wird. Auch Adrian Wenzdorfer arbeitet nach einem Kreuzbandriss am Comeback und wird vorerst noch behutsam aufgebaut.

Führungsspieler und neue Rollen im Team

Großen Einfluss innerhalb der Mannschaft haben Kapitän Philipp Preisinger und Sommerneuzugang Adam Polaneczky. „Philipp Preisinger hat ein hohes Standing in der Mannschaft“, betont Horak, „und Adam Polaneczky ist ein Spieler mit Charakter, der sehr gut in die Gruppe passt.“ Polaneczky habe zudem maßgeblich dazu beigetragen, Wintertransfers einzufädeln. Solche Persönlichkeiten seien für die Entwicklung der Mannschaft zentral: „Von den neuen Spielern erwarte ich mir einiges – sie bringen Erfahrung und Mentalität mit.“

Ausblick auf die Rückrunde

Am 10. Februar startet Moosbrunn in die achtwöchige Vorbereitung. Neben klassischen Einheiten setzt das Team auch auf Fitnesstraining und Spinning, um konditionell aufzuholen. „Wir erhoffen uns deutlich mehr Punkte als im Herbst. Das Ziel ist, endlich einen Sieg einzufahren“, sagt Horak mit Nachdruck. Ein offener Punkt bleibt die Torhüterfrage: Marvin Fink befindet sich im Zivildienst und kann es kann sein, dass er nicht an allen Spielen teilnehmen kann – daher sucht der Verein einen gleichwertigen zweiten Keeper.

Blickt man auf die Gesamtsituation, zeigt sich der Coach dennoch zuversichtlich: „Wir sind guter Dinge, dass wir in der Rückrunde mehr erreichen werden.“ Als faire Messlatte nennt Horak die Top-Teams der Liga – allen voran Achau: „Sie sind seit Jahren eine Top-Mannschaft und ich wünsche ihnen, dass sie heuer endlich den Titel holen.“ Für Moosbrunn gilt es nun, die Energie aus der Vorbereitung mitzunehmen, den Negativtrend der letzten Spiele zu brechen und sich Schritt für Schritt vom Tabellenende zu lösen.