Der 2. Klasse Ost-Mitte-Abschluss fiel für den FC Laxenburg ernüchternd aus: Rang 9, 24 Punkte nach 21 Spielen. Trainer Christian Gruber spricht offen über eine zähe Rückrunde, vermissten Teamgeist und einen späten, aber nur leichten Leistungsschub. „Es muss sich was ändern“, sagt der Coach und setzt vor allem auf klare Gespräche und eine konsequent geplante Vorbereitung. Fixe Transfers gibt es noch keine, personell sind die meisten wieder an Bord – nur bei Fabio Altmann ist der Zeitplan offen.

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Christian Gruber lässt im Rückblick keinen Zweifel daran, warum der Frühling hinter den Erwartungen blieb. „Es war eine sehr schwierige Rückrunde, in der wir uns mehr erwartet haben“, sagt der Laxenburg-Trainer und nennt den wunden Punkt beim Namen: „Es war zu wenig Teamgeist in der ganzen Mannschaft.“ Gegen Saisonende sei zwar ein Ruck durch das Team gegangen, „wir konnten wieder einen Schwung reinbringen“, doch dieser zeigte sich „eher leistungstechnisch als im Ergebnis“. Die Zahlen untermauern das Auf und Ab: Nach einem Zwischenhoch mit Platz 3 in Runde 8 rutschte Laxenburg schrittweise ab und pendelte den gesamten Schlussspurt zwischen Rang 8 und 9. Für Gruber ist die Lehre eindeutig: „In der Summe sind wir mit der Rückrunde nicht zufrieden – es muss sich auf jeden Fall etwas ändern.“
Der Blick geht deshalb sofort nach vorne. „Die Stimmung ist okay“, betont Gruber, „aber es steht viel im Raum, was geändert gehört.“ Aktuell führt der Coach Einzelgespräche, um die Mannschaft gezielt auszurichten: „Wir versuchen, einen Kader zu formen, der nächste Saison schlagkräftig ist.“ Konkrete Zu- oder Abgänge gibt es noch nicht. „Es ist alles noch offen, aktuell haben wir keine News“, so Gruber. Personell entspannt sich die Lage dennoch etwas: „Sonst sind eigentlich alle wieder zum Teil genesen und spielbereit, bereit für die Vorbereitung.“ Bei Stürmer Fabio Altmann bleibt der Fortschritt ein Thema: „Wir sind dran, dass er zurückkommt. Es ist noch nicht ganz ersichtlich, wann es zu hundert Prozent so weit ist.“
Neben der Kaderplanung hebt Gruber auch positive Persönlichkeiten hervor. „Vor allem Leon hat einen Riesenschritt in den Erwachsenenfußball gemacht. Er ist erst 17 und hat eine top Saison gespielt“, lobt der Trainer. Ebenso wichtig waren die Stützen im Kern des Teams: „Über Lukas Krippner oder Stefan Lauber kann man nie etwas Schlechtes sagen – sie haben die Mannschaft in schwierigen Zeiten zusammengehalten.“ Und dann ist da noch ein Dauerläufer: „Nikolas Loew ist eine Laufmaschine. Wahnsinn, was der von Match zu Match abspult.“ Abseits des Rasens musste Laxenburg einen verlässlichen Begleiter ziehen lassen: „Wir haben uns von unserem langjährigen Physiotherapeuten verabschieden müssen. Er hat uns super unterstützt, aber es war zeitlich nicht mehr möglich. Wir danken ihm für seine Leistung Woche für Woche.“
Die Tabelle mit 24 Punkten und Platz 9 taugt Gruber vor allem als Auftrag. Die Entwicklung war da, die Ernte blieb aus – genau das soll sich mit einer kompakten Vorbereitung und klaren Rollen ändern. „Momentan führen wir Gespräche und ordnen alles. Wir wollen eine schlagkräftige Truppe hinstellen“, sagt der Coach. Welche Namen am Ende auf der Liste stehen, bleibt bewusst offen. Beeindruckt zeigt sich Gruber jedenfalls von Teams, die über Jahre zusammenhalten. Für Laxenburg ist der Plan gesetzt: mehr Zusammenhalt, mehr Konsequenz, mehr Zählbares. Oder wie es Gruber zusammenfasst: „Wir freuen uns auf die Vorbereitung und sind gespannt, welcher Kader dann auflaufen wird.“