Spielberichte

FC PVT Neudorf-Coach Jürgen Fangmeyer: „...jedem Gegner schwer machen“

FC Neudorf

In der 2. Landesliga Ost blickt Jürgen Fangmeyer, Trainer von FC PVT Neudorf, auf eine herausfordernde Herbstrunde zurück – und bewahrt trotz zahlreicher Verletzungen und Krankheitsausfälle klaren Optimismus für das Frühjahr. Nach einem starken Start mit sechs ungeschlagenen Partien musste Neudorf aufgrund personeller Engpässe in der zweiten Hälfte des Herbstes Federn lassen. In der aktuellen Tabelle überwintert die Mannschaft mit 15 Punkten auf Rang 12. Die Stimmung im Verein bleibt dennoch stabil: Fangmeyer verweist auf mannschaftliche Geschlossenheit, die Rückkehr mehrerer verletzter Spieler und professionelle Trainingsmaßnahmen als Basis für den angestrebten Aufschwung.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Verletzungspech prägte den Herbst

Fangmeyer bezeichnet die Platzierung seines Teams nach der Hinrunde als „leistungsgerecht“, betont aber, dass die vielen Ausfälle einen entscheidenden Einfluss hatten. Neben einem längerfristigen Ausfall in der Innenverteidigung führten auch mehrere Corona-Erkrankungen zu wiederkehrenden Umstellungen. „Das hat natürlich die Harmonie im Mannschaftsgefüge gestört“, erklärt der Coach.

Auf den starken Auftakt folgte der Bruch – die Ungeschlagenheit der ersten Wochen wich einer schwierigen Serie, die Neudorf in der Tabelle nach unten rutschen ließ. Dennoch zieht der Trainer ein positives Fazit abseits des Rasens: „Von der sozialen Komponente her läuft es sehr gut, die Kameradschaft ist top. Der ganze Verein ist eine Familie.“

Transfers und Rückkehrer sorgen für frischen Schwung

Auch in der Winterpause blieb der Kader in Bewegung. Torhüter Martin Klement verließ den Verein, da Stammtorhüter Christoph Hirmer im Frühjahr wieder einsatzbereit ist. Ebenso gab Neudorf den brasilianischen Angreifer Vinicius Teles ab, der in der Hinrunde die meisten Tore erzielt hatte. Im Gegenzug stieß ein Neuzugang aus Wolkersdorf zur Mannschaft, zudem kam ein tschechischer Spieler aus der Regionalliga.

Fangmeyer zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Wir werden wieder aus einer stärkeren Kadersituation schöpfen können.“ Besonders erfreulich: Vier bis fünf der acht verletzten Spieler sollen zum Frühjahrsauftakt zurückkehren, einzig Daniel Hirmer, Harald Lahner und  Markus Strebl dürften noch einige Wochen fehlen.

Intensive Vorbereitung und neue Impulse

Zum Beginn der Wintervorbereitung nach vollzogenem Heimprogramm absolvierte das Team einen professionellen Laktattest, organisiert mit Unterstützung des Sportland Niederösterreich. Durchgeführt wurde das Programm von einem ehemaligen Triathleten, inklusive spezialisiertem Training und einem Ernährungsvortrag. Fangmeyer lobt die Maßnahme als „eine erkenntnisreiche, super Sache“, die zur weiteren Professionalisierung beiträgt. Im bisherigen Testspiel gegen Großweilersdorf, das auf Kunstrasen in Tschechien knapp 0:1 verloren ging, zeigte sich Neudorf laut Fangmeyer „absolut zufrieden mit der Leistung zur derzeitigen Situation“ – ein Indiz, dass die Formkurve nach oben zeigt. Mitte Februar erfolgt als Highlight in der Vorbereitung noch ein mehrtägiges Trainingslager im Nachbarland.

Strukturelle Veränderungen im Betreuerteam gab es keine, Stabilität bleibt oberstes Prinzip. Für die Rückrunde plant der Trainer zusätzlich ein Trainingsersatzprogramm, um Spielern mit Berufen bei Polizei oder Feuerwehr regelmäßige Belastung zu ermöglichen. Nach zuletzt wechselhaften Ergebnissen im Herbst – unter anderem einem Sieg gegen 1. SV Wr. Neudorf, aber Niederlagen gegen ASV Vösendorf, FC Mistelbach, SV Langenlebarn und SV Sierndorf – soll nun Konstanz Einzug halten. „Jeder ist frohen Mutes“, betont Fangmeyer. „Mit einem fitteren Kader wird die Mannschaft wieder zeigen, was in ihr steckt.“