In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal zieht Matthias Schlössl, Sektionsleiter von TSU Martinsberg, zur Saisonhalbzeit eine ehrliche Zwischenbilanz. Sein Verein liegt nach 13 gespielten Runden mit acht Punkten auf Rang elf und hat zuletzt eine herausfordernde Phase hinter sich. In den letzten fünf Begegnungen setzte es bei USV Weiten (1:2), beim Tabellenführer Waldhausen/Gloxwald (1:4) sowie gegen SV Jauerling (0:5) und SV Lichtenau (0:2) Niederlagen; dazu kam ein 2:2 beim ASV Gutenbrunn. Schlössl erklärt, wie man mit schwierigen Bedingungen und personellen Rückschlägen umgeht – und warum das Team dennoch positiv in die Rückrunde blickt.

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Schlössl verweist auf zwei Stammspieler, die in der Vorbereitungsphase schwer verletzt ausfielen und dem Verein über weite Teile des Herbstes fehlten. „Diese Spieler sind uns in der Saison natürlich abgegangen“, schildert er. Nun aber sind beide wieder ins Training eingestiegen.
Die Vorfreude auf ihre Rückkehr wird allerdings noch durch winterliche Bedingungen gebremst: „Wir haben aktuell zehn Zentimeter Neuschnee – keine optimalen Bedingungen zum Trainieren. Ich hoffe, der Platz geht bald auf und wir können draußen vernünftig arbeiten“, sagt Schlössl. Das erste Vorbereitungsspiel steht laut ihm bereits in der kommenden Woche an und dient als wichtiger Gradmesser für den Fitnesszustand der Mannschaft.
Trotz einer ernüchternden Hinrunde und mancher unglücklichen Spielausgänge ist die Stimmung laut Schlössl „nicht optimal, aber kämpferisch“. Der Funktionär betont die Bedeutung von Zusammenhalt und Kompaktheit, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. „Wir müssen kompakter werden“, erklärt er knapp, aber deutlich.
Mit Blick auf die anstehende Rückrunde will Martinsberg vor allem Stabilität finden und verletzungsfrei bleiben: „Wir hoffen, dass wir verletzungsfrei bleiben und dass wir mit dem Kader, den wir haben, in die Rückrunde starten können.“ Trotz der schwierigen Tabellensituation blickt der Verein nach vorne: „Wir möchten gute Spiele abliefern und vielleicht den einen oder anderen Platz noch gutmachen.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Schlössl von Waldhausen/Gloxwald, dem aktuellen Spitzenreiter. „Waldhausen/Gloxwald finde ich extrem stark, die haben eine junge, kompakte Mannschaft mit starkem Zusammenhalt“, lobt er. In seiner Einschätzung sieht er sie als klaren Meisterkandidaten und sogar reif für die höhere Spielklasse: „Meiner Meinung nach gehören die in die 1. Klasse.“ Für Martinsberg selbst steht nach den jüngsten Ergebnissen eine Phase der Konsolidierung bevor.
Mit acht Punkten nach 13 Runden liegt der Verein knapp vor SKV St. Oswald und Sallingberg/Ottenschlag – die Rückrunde soll die Basis dafür schaffen, wieder Anschluss ans Mittelfeld zu finden. Unter winterlichen Vorzeichen, aber mit wachsendem Teamgeist und gesundem Optimismus bereitet sich die Mannschaft nun darauf vor, im Frühjahr wieder anzugreifen.