Derby-Atmosphäre und klare Worte nach dem Auswärtsauftritt bei SKV St. Oswald: In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal spricht Trainer Cosmin-Gheorghe Goje von SPU TSV Nöchling über eine Partie, die zunächst spielerisch kontrolliert und danach vom Zweikampf geprägt war. Sein Team legte in der ersten Hälfte mit viel Ballbesitz den Grundstein und führte zur Pause 1:0, ehe das Duell nach Wiederbeginn härter und ausgeglichener wurde. Goje betont die Cleverness im Umgang mit wenigen Chancen und die Wirkung der Wechsel – sowie den Unterschied, den Oliver Ringler mit seinem Doppelpack setzte. Das Derby endete 3:0, doch im Mittelpunkt stehen für den Trainer Haltung, Effizienz und die Lehren aus einer fordernden zweiten Halbzeit. Zugleich schildert er den besonderen Derby-Druck, unter dem seine Mannschaft nach der Pause Phasen mit Ballverlusten erlebte, das Geschehen aber in der Schlussphase beruhigte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„In einem Derby geht es immer um Kampf und Zweikampf.“ Goje ordnet den Charakter klar ein und beschreibt eine erste Halbzeit, in der seine Elf das Spiel mit viel Ballbesitz anzog und Ruhe am Ball fand. „Die erste Halbzeit war bei uns okay. Alles war ruhig, wir haben gut gespielt“, fasst er die Anfangsphase zusammen. In der 29. Minute traf Manuel Grabner zum 1:0. Nach Wiederbeginn kippte das Kräfteverhältnis taktisch und mental: St. Oswald musste mehr investieren, die Zweikämpfe nahmen zu, das Spiel wurde offener und physischer. Goje spricht von einer „ziemlich ausgeglichenen“ zweiten Hälfte, in der die Intensität im Derby den Ton angab.
Der Trainer hob die Effizienz hervor: „Wir waren ziemlich clever mit unseren Torchancen, obwohl wir nicht viele hatten.“ Aus seiner Sicht zahlten sich Umstellungen aus, die dem Auftritt in der Schlussphase mehr Stabilität gaben. Den Unterschied auf der Anzeigetafel machte Oliver Ringler, den Goje ausdrücklich lobte: „Unser Flügelspieler Oliver hat zwei Tore super gemacht.“ Ringler erhöhte in der 75. Minute auf 2:0 und setzte in Minute 93 mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Zusammen mit dem Führungstor von Grabner spiegelte das Ergebnis den Matchplan wider: aus wenigen klaren Möglichkeiten maximalen Ertrag ziehen und das Derby spät endgültig beruhigen.
Bei ruhenden Bällen sah Goje Licht und Schatten: „Bei uns waren Standards nichts Besonderes.“ Der Gegner kam vor allem über Standardsituationen zur Wirkung – in diesen Momenten, so der Trainer, habe seine Mannschaft „ein bisschen was verschlafen“. Positiv fiel die Leitung auf: „Der Schiri hat sauber gepfiffen, von beiden Seiten gab es nichts zu beanstanden.“ Für die Arbeit unter der Woche formuliert Goje klare Schwerpunkte: „Auf die zweite Halbzeit müssen wir weiterarbeiten. Wir sollten so spielen wie in der ersten Halbzeit.“ Gemeint sind vor allem eine konsequentere Zweikampfführung und sauberere Abläufe nach Ballverlusten, um in ähnlich intensiven Derbys den eigenen Plan über 90 Minuten konstant auf den Platz zu bringen.