Für SG Waldhausen/Gloxwald und USC Pöggstall war es ein Nachmittag, an dem Kontrolle, Geduld und Beharrlichkeit die Schlagworte waren – im Rahmen der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal. Trainer Michael Naderer sprach von einem Auftritt mit viel Energie und klarer Spielkontrolle, haderte aber mit vergebenen Möglichkeiten. Seine Mannschaft drückte Pöggstall tief in deren Hälfte, die Gäste verteidigten im engen 4-4-2-Verbund clever – und am Ende blieb trotz Dominanz vor allem das Gefühl, ein Geduldsspiel konsequent gewonnen zu haben.

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Der Start passte zu Naderers Plan, mit Wucht in die Partie zu finden. „Wir haben gut gestartet, sind mit 1:0 in Führung gegangen, wollten wieder mehr Energie und Power ins Spiel bringen.“ Früh belohnte sich Waldhausen/Gloxwald: In der 3. Minute stellte David Marx auf 1:0. Pöggstall antwortete prompt mit seinem stärksten Mittel – Standardsituationen: In der 8. Minute traf Matthias Wagner per direktem Freistoß zum 1:1. Die Entstehung des Freistoßes sah Naderer als „fünfzig-fünfzig-Situation“, insgesamt lobte er den Unparteiischen jedoch für eine souveräne, kommunikative Leitung. Das Pausen-1:1 spiegelte das Bild: Waldhausen/Gloxwald drückte, Pöggstall hielt im Verbund dagegen.
„Wir haben das Spiel komplett kontrolliert, der Gegner hat sich aufs Verteidigen konzentriert“, bilanzierte Naderer. In der 28. Minute sah Pöggstalls Raphael Stieger Rot – am Charakter der Begegnung änderte das aus Sicht des Trainers wenig: Der Block der Gäste rückte noch tiefer, das Duell wurde endgültig zum Geduldsspiel. Freistöße und Ecken von Pöggstall verteidigte Waldhausen/Gloxwald „sehr gut weg“, eigene Standards seien „in diesem Spiel nicht der große Faktor“ gewesen. Auf dem kleineren Platz ergaben sich naturgemäß mehr Zweikämpfe, dennoch blieb die Partie fair und geordnet.
Was lange fehlte, war die Effizienz. Naderer sah sein Team „einige Sitzer auslassen“ – verständlich gegen die vielbeinige Abwehr im Strafraum. Die Erlösung kam nach der Pause: In der 60. Minute vollendete Philipp Wurzer abgeklärt zum 2:1. „Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Wir hätten die eine oder andere Chance früher verwerten können, sind aber mit den drei Punkten hochzufrieden“, resümierte der Trainer. Für die nächsten Wochen fordert er mehr Ideen und Schärfe im vorderen Drittel: „Wir müssen wieder mehr Energie nach vorne bringen, ideenreicher werden und die Entschlossenheit vor dem Tor zurückholen.“ Personell ist die Lage angespannt, mehrere Spieler fehlen verletzt – umso wichtiger sei es, als Einheit zusammenzurücken. Die nächste Aufgabe auswärts wird erneut anspruchsvoll, doch Waldhausen/Gloxwald will mit Selbstvertrauen auftreten und die nächsten drei Punkte anpeilen.