In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte sich der ASV Gutenbrunn daheim mit 3:1 gegen den Union Sportclub Pöggstall Jägerbau durch. Nach der frühen Führung der Gastgeber glich Pöggstall aus, doch noch vor der Pause stellte Gutenbrunn auf 3:1 – bei diesem Spielstand blieb es auch nach einer torlosen zweiten Hälfte. Trainer Stefan Fuchs sprach anschließend von einem Gegner, der „die Chancen eiskalt ausgenutzt“ habe und in den Zweikämpfen griffiger war – seine Elf belohnte sich trotz guter Ansätze nicht mehr.

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Der Start gehörte den Gastgebern: In Minute 13 traf Tomas Hrusak zum 1:0 und gab Gutenbrunn Rückenwind. Pöggstall ließ sich davon nicht beirren, suchte den Weg nach vorn und kam Mitte der ersten Hälfte zurück ins Spiel. Der Ausgleich fiel in der 25. Minute durch Lukas Schmid – „Den Ausgleich haben wir nach einem Eckball gemacht“, erklärte Stefan Fuchs später. Doch die Freude währte nicht lange. Gutenbrunn legte noch vor dem Seitenwechsel nach und stellte mit zwei Schlägen auf 3:1: Michael Temper traf in Minute 34 zum 2:1, Jakob Ehn erhöhte in der 41. auf 3:1. Zur Pause war damit vieles zugunsten der Heimischen angerichtet, Pöggstall stand vor einer kniffligen Aufgabe und musste einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen.
Nach dem Abpfiff nahm Pöggstalls Trainer kein Blatt vor den Mund. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht die Aggressivität auf den Platz gebracht. Da war uns Gutenbrunn überlegen. Dementsprechend war das Halbzeit-Ergebnis verdient“, sagte Stefan Fuchs. Auf die Frage nach einem Schlüsselmoment blieb er nüchtern: „Eine spezielle Szene gab es nicht, aber wir sind durch die schnellen Gegenstöße unter Druck geraten.“ Seine Mannschaft glich zwar aus, doch es fehlte das letzte Quäntchen. „In der zweiten Halbzeit sind wir besser in die Zweikämpfe gekommen, haben aber keinen Profit daraus gemacht“, so Fuchs. Besonders bitter: „Zum Schluss haben wir zweimal die Stange getroffen.“ Strittige Themen blieben außen vor: „Es gab keine strittigen Situationen.“ Den Unterschied brachte für ihn die Effizienz: „Der Gegner hat die Chancen eiskalt ausgenutzt.“
Aus dem Spiel heraus war Pöggstall nach der Pause präsenter, suchte die Zweikämpfe und drückte phasenweise auf den Anschluss. Doch Gutenbrunn stand kompakt, verteidigte das Zentrum konsequent und ließ über weite Strecken wenig zu – genau das, was es bei einer 3:1-Führung braucht. Fuchs hob die Stärken des Gegners ausdrücklich hervor: „Gutenbrunn zeichnet vor allem die Zweikampfstärke und die aggressive Spielweise aus.“ Dass Pöggstall in der Schlussphase noch zweimal Aluminium traf, passte ins Bild eines Abends, an dem den Gästen im letzten Drittel das Glück fehlte.
Ein Blick auf die Tabelle der 20. Runde unterstreicht die enge Konstellation: Pöggstall hält bei 29 Punkten auf Rang sechs, Gutenbrunn bei 26 Zählern knapp dahinter. Für Fuchs und sein Team heißt der Ausblick: an der Konsequenz im ersten Durchgang arbeiten, die verbesserte Zweikampfführung aus Halbzeit zwei mitnehmen – und sich im nächsten Spiel früher belohnen.