Im Spitzenspiel der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte sich die SG Waldhausen/Gloxwald am Freitagabend mit 3:1 gegen Ybbs II durch. Der Tabellenführer ging früh in Führung, kassierte vor der Pause den Ausgleich, blieb danach aber geduldig und entschied die Partie in der Schlussphase. Trainer Michael Naderer sprach von einem „absolut verdienten Sieg“ und einem Abend, an dem sein Team die Nerven behielt: „Super, dass wir den Meistertitel zu Hause fixiert haben.“

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Waldhausen/Gloxwald startete genau mit der Haltung, die man in so einem Duell Erster gegen Zweiter braucht. „Wir wussten: Gewinnen wir, können wir Meister werden. Mit vier Punkten Vorsprung wäre selbst ein Remis okay gewesen, aber wir waren von Beginn an sehr fokussiert“, erklärte Michael Naderer. Der Plan griff früh: In Minute 14 stellte Julian Wurzer auf 1:0. Danach kam der Dämpfer. Christopher Rass glich in der 33. Minute für Ybbs II aus – laut Naderer „ein Weitschuss genau ins Kreuz, ein Tausend-Gulden-Schuss“. „Nach dem 1:1 haben wir ein bisschen den Faden verloren“, gab der Coach offen zu. Bis zur Pause blieb es beim 1:1, das Spiel war wieder komplett offen.
Die heiklen Minuten lagen rund um den Seitenwechsel. „Der wichtigste Moment war, dass wir die Druckphase von Ybbs – die letzten fünf bis zehn Minuten vor der Hälfte und die ersten fünf nach der Pause – sehr gut überstanden haben“, so Naderer. Gleich nach Wiederbeginn hatte Ybbs laut Naderer eine große Möglichkeit, doch Waldhausens Torhüter parierte stark. „Ab dem Zeitpunkt waren wir wieder am Drücker und haben schlussendlich auf ein Tor gespielt.“ Die Geduld zahlte sich aus: In der 80. Minute traf Fabian Wurzer zum 2:1. Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung: Elias Sandhofer machte in der 89. Minute mit dem 3:1 alles klar. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Siegestreffer fällt. Wir haben viele Chancen auf einen noch höheren Sieg vergeben“, meinte Naderer – zufrieden damit, dass seine Mannschaft sich spät belohnte.
Bei allem Jubel fand der Waldhausen-Coach respektvolle Worte für den Gegner. „Für Ybbs war es die letzte Chance. Sie haben alles hineingeworfen und ein sehr gutes Spiel gemacht. Ihre Stärken hat man gesehen, aber wir haben das gut wegverteidigt. An diesem Tag waren wir eine Stufe besser.“ Auch der Unparteiische bekam Anerkennung: „Keine strittigen Szenen, er hat die Partie gut gepfiffen.“ Naderer hob zudem die Kulisse und die Energie seines Teams hervor: „Freitagabend, sehr viele Zuschauer, Erster gegen Zweiter – wir haben das super angenommen, sehr viel Energie ins Spiel gebracht und uns nicht beirren lassen.“ Zum Schluss wurde er grundsätzlich: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns seit dem Neustart so stark unterstützen. Wir sind das 2024 klar und strukturiert angegangen und sind jetzt im zweiten Jahr mit dem Meistertitel belohnt worden. Es ist unglaublich cool, Trainer dieser jungen, engagierten Mannschaft in so einem Verein zu sein.“