In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal hat SV Jauerling die Saison auf Rang acht mit 26 Punkten abgeschlossen, intern bleibt aber klar Luft nach oben. Max Frohner blickt offen und selbstkritisch zurück. Der Kader sei grundsätzlich gut genug gewesen, doch viele Ausfälle hätten den Verein immer wieder ausgebremst. Jetzt hofft man auf einen ruhigeren Sommer, einen breiteren Kader und einen Schritt nach vorne.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Tabellenverlauf zeigt recht gut, warum der Rückblick in Jauerling nicht ganz zufrieden ausfällt. Die Mannschaft pendelte in den ersten Wochen zwischen Rang zehn und 13, arbeitete sich später bis auf Platz sieben nach vorne und landete am Ende auf Rang acht. Es war also keine Saison, in der es nur in eine Richtung ging. Auch die letzten Wochen passten ins Bild: Auf ein klares 4:0 gegen SKV St. Oswald folgte ein 3:6 gegen SV Yspertal, danach ein 2:1 gegen TSU Martinsberg, dann wieder ein 1:10 gegen Ybbs II und zum Abschluss ein 2:4 gegen Kirchschlag/Waldv. Frohner bringt die Enttäuschung darüber offen auf den Punkt: „Wir haben uns natürlich mehr erwartet.“
Der Hauptgrund für die wechselhaften Auftritte ist für Frohner klar die Personalsituation. „Wir haben nominell einen recht guten Kader gehabt, aber immer wieder durch viele Ausfälle nicht die Mannschaft stellen können, die wir gerne gestellt hätten“, sagt er. Damit erklärt sich auch, warum Jauerling nie richtig in einen längeren Lauf gekommen ist und sich immer wieder neu sortieren musste. Für die Vorbereitung hofft man daher vor allem auf Ruhe. „Ich hoffe, dass über den Sommer die Verletzungen auskuriert werden und wir dann mit dem vollen Kader angreifen können und uns wieder ein bisschen in der Tabelle nach oben arbeiten können.“ Auffällig ist dabei auch, dass Frohner niemanden aus der Mannschaft besonders hervorheben will. „Ich möchte niemanden herausheben“, sagt er, weil aus seiner Sicht alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Beitrag geleistet hätten. Das passt zu einem Rückblick, in dem weniger einzelne Spieler als vielmehr der Gesamtzustand des Kaders im Mittelpunkt steht.
Im Kader gibt es im Sommer bereits einige fixe Veränderungen. Verlassen haben den Verein Tormann Martin Hajtmanek, Flügelspieler Tomas Brigant, Stürmer René Lukac und Zehner Florian Satzl. Bei Neuzugängen hält sich Jauerling dagegen noch bewusst zurück. „Wir sind in fortgeschrittenen Gesprächen, aber ich möchte noch keine Namen nennen, solange nichts unterschrieben ist“, sagt Frohner. Fix ist dafür eine Veränderung auf der Trainerposition: Ein neuer Trainer übernimmt und bringt Erfahrungen aus früheren Stationen mit. Rund um den Verein ist in diesen Wochen dennoch nicht nur der sportliche Teil Thema. Das 50-Jahr-Jubiläumsfest wurde laut Frohner sehr erfolgreich über die Bühne gebracht, und Mitte August steht mit dem Jauerling-Cup schon der nächste Fixpunkt an. Sportlich ist die Richtung jedenfalls klar: Wenn der Kader gesünder durch die Vorbereitung kommt und die Gespräche am Transfermarkt fruchten, will sich Jauerling nicht mit dem achten Platz zufriedengeben.