Nach einer starken Rückrunde beendet der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal-Klub USV Kirchschlag/Waldv. die Saison mit 25 Punkten auf Rang neun. Trainer Manuel Müller fällt sein Rückblick insgesamt klar positiv aus, weil seine Mannschaft nach seiner Übernahme mit nur fünf Punkten noch 20 Zähler holte. Ganz zufrieden ist er aber nicht, weil aus seiner Sicht gerade in einigen Partien gegen direkte Konkurrenten noch deutlich mehr drinnen gewesen wäre.
Manuel Müller macht kein Geheimnis daraus, dass er mit der Entwicklung seiner Mannschaft im Frühjahr zufrieden ist. „Ich bin mit der Rückrunde sehr zufrieden“, sagt der Trainer und verweist dabei vor allem auf die Ausgangslage, aus der Kirchschlag/Waldv. gekommen ist. Müller hatte das Team mit fünf Punkten übernommen, am Ende standen 25 Zähler und Rang neun. Der Coach erklärt auch, woran in den vergangenen Monaten besonders gearbeitet wurde: „Wir haben sehr viel an der Kondition gearbeitet und am Spiel gegen den Ball, damit wir eine kompakte Spielweise haben und offensiv wollten wir unsere Lösungen im letzten Angriffsdrittel verbessern.“ Genau diese Punkte sieht er als Grundlage dafür, dass die Mannschaft im Frühjahr deutlich stabiler aufgetreten ist und über weite Strecken konkurrenzfähig war.
Besonders wichtig ist für Müller, dass Kirchschlag/Waldv. gerade gegen die Spitzenteams nicht nur mitgelaufen ist, sondern sich auch wirklich behaupten konnte. „Es hat sehr gut funktioniert, dass wir auch gegen die Top-Fünf-Mannschaften gut mithalten konnten“, sagt er. Als Beispiele nennt er den Sieg gegen Gutenbrunn und den Erfolg gegen Ybbs II. Auch gegen Nöchling und Yspertal sah der Trainer seine Mannschaft auf einem guten Niveau: „Da haben wir ein sehr gutes Spiel geliefert, wo wir uns auch Punkte verdient hätten.“ Gleichzeitig spricht Müller aber auch offen an, warum am Ende nicht noch mehr herausgesprungen ist. „Leider haben wir bei Spielen wie gegen Sallingberg/Ottenschlag, Pöggstall, Weiten oder Lichtenau etwas versäumt, weil wir unser Spiel nicht jede Runde durchziehen konnten.“ Gerade diese Schwankungen spiegelten sich auch im Saisonendspurt wieder, in dem Siege gegen Martinsberg, Ybbs II und Jauerling sowie Niederlagen gegen Weiten und Meister Waldhausen/Gloxwald gegenüberstanden.
Auch personell bleibt das Bild rund um Kirchschlag/Waldv. überschaubar. Fix ist, dass Hannes Schwarzinger aus zeitlichen Gründen seine Karriere beendet. Der Defensivspieler fällt damit künftig weg. Dazu werden Florian und Heinz Jilch wieder zu ihrem Stammverein zurückkehren. Zu möglichen Neuzugängen wollte Müller zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Viel wichtiger ist dem Trainer ohnehin der Eindruck, den seine Gruppe in den vergangenen Monaten als Einheit hinterlassen hat. „Ich muss den ganzen Kader hervorheben sowie auch alle Spieler in der zweiten Mannschaft“, betont er. Für Müller ist das keine Floskel, sondern ein zentraler Punkt der Entwicklung. „Wir sind sehr zusammengerückt. Es ist ein sehr gutes Teamgefüge. Wir haben eine sehr hohe Trainingsbeteiligung mit einem Durchschnitt von 20 Spielern. Die Jungs ziehen an einem Strang und wollen gemeinsam etwas bewegen und gemeinsam gute Spiele liefern.“ Dazu passt auch, dass laut Trainer derzeit alle Spieler fit sind, bereits ins Lauftraining eingestiegen sind und in Kürze wieder voll in die Vorbereitung starten sollen.
Nicht nur sportlich, auch im Umfeld setzt Kirchschlag/Waldv. auf Kontinuität. Im Vorstand werde alles gleich bleiben, sagt Müller, und auch im Trainerteam sind keine Änderungen geplant. Gleichzeitig steht im Verein ein besonderer Termin an, denn übernächstes Wochenende wird das 40-jährige Bestehen gefeiert. Los geht es am Freitag, den 10.07., mit einem Vorbereitungscup auf der heimischen Anlage gegen drei Mannschaften aus der ersten Klasse. Wir haben über das gesamte Wochenende ein tolles Programm vorbereitet und freuen uns natürlich, wenn wir viele Gesichter von den umliegenden Vereinen bei uns auf der Anlage begrüßen dürfen. Dass Müller über den eigenen Klub hinaus genau beobachtet, was in der Liga passiert ist, zeigt auch sein Blick auf den Meister. „Waldhausen hat eine Wahnsinnssaison gespielt. Sie haben einen sehr starken, großen Kader mit enormer Breite und haben es über die ganze Saison geschafft, ihr Spiel durchzuziehen. Sie sind verdient Meister geworden. Hut ab vor der Leistung, und alles Gute auf ihrem Weg in der 1. Klasse.“ Für die eigene Mannschaft richtet sich der Blick nun aber schon wieder nach vorne. „Wir freuen uns schon auf die kommende Saison, auf interessante Spiele und wollen natürlich wieder viele Punkte holen“, sagt Müller.