Die SG Ardagger/Neustadtl schloss die vergangene Saison direkt hinter den Top Five der Tabelle ab. 42 Zähler tütete das Team insgesamt ein. Eine bessere Platzierung verhinderte der Umstand, dass sich die Mannschaft zu oft mit einem Remis begnügen musste. Unglaubliche zwölfmal pfiff der Referee mit dem Ergebnis ab. Gerade bei der Dreipunkteregel kostet das natürlich zu viele Körner. Ein Rezept dagegen könnte sein, die Wuchtel noch öfter im Eckigen unterzubringen. Das scheint sich die Truppe zu Herzen zu nehmen, zumindest in den Freundschaftsmatches. Ligaportal unterhielt sich mit dem sportlichen Leiter Dieter Dirnberger, der zuversichtlich in die Zukunft blickt.
Zeigen sich die Burschen bereit für den Saisonauftakt?
Dieter Dirnberger: „Wir absolvierten eine starke Vorbereitung. Von dem her bejahe ich die Frage. Wenn wir uns auf die Tests beziehen, legten wir mit einem Unentschieden gegen Dietach los. Dem höherklassigen Konkurrenten rangen wir ein 1:1 ab. Das war die einzige Partie, in der es nicht für einen Sieg reichte. Im Duell mit St. Valentin setzten wir uns durch. Oed/Zeillern bogen wir ebenfalls. Kaltrim Berisha brachte uns hintenraus mit seinem Doppelpack noch auf die Gewinnerstraße. Melk unterlag im Anschluss klar. In dem Kräftemessen glückten uns vier Treffer. Und jetzt am Freitag schlugen wir Seitenstetten sogar 6:0. Natürlich darf man die Ergebnisse nicht überbewerten. Aber jedenfalls ist es so, dass Erfolge Selbstvertrauen bringen. Außerdem erkennt man schon sehr schön, dass der Ball gut läuft und die Kombinationen im Offensivbereich funktionieren. Gleichzeitig sehe ich durchaus Luft nach oben.“
Welche Transferbewegungen fanden statt?
Dieter Dirnberger: „Nicht mehr in unserem Dress laufen Jonas Killinger, Blaz Udovcic, Pierre Romarick Beeh Beki Ndeck, Daniel Scharner und Jonas Gugler auf. Zugangsseitig kann ich Ammar Sjekirica nennen, der von Zwettl kommt. Er lieferte dort ein starkes Frühjahr ab. Ich bewerte es positiv, dass wir mit ihm einen Verteidiger an Land zogen, der das Niveau auf der Leistungsstufe schon kennt. Keeper Moritz Herbst kam von Kilb. Er kämpft sich gerade nach einem Kreuzbandriss zurück. Langfristig traue ich ihm wieder eine wichtige Rolle zu. Mit ihm sind wir ja Champion geworden. Die anderen Neuen Kilian Bachler, Sebastian Grissenberger, Florian Binder sowie Noah Michael Jungwirth werkten zuletzt für Ferschnitz, Blindenmarkt, Winklarn beziehungsweise den Nachwuchs von St. Pölten. Schließlich freuen wir uns, auf die Fähigkeiten von Rückkehrer Martin Grubhofer setzen zu dürfen. Der Stürmer weist jede Menge Routine auf und sammelte in den beiden letzten Jahren Einsatzminuten für Amstetten in Österreichs zweithöchster Klasse. Super, dass er uns verstärkt.“
Wie lautet die Zielsetzung?
Dieter Dirnberger: „Ich denke, dass wir in den vergangenen Wochen eine gute Basis für die kommenden Monate gelegt haben. Das ist auch absolut notwendig, denn wir kriegen es unmittelbar mit richtig harten Brocken zu tun. Zum Auftakt empfangen wir die Admira Wacker Amateure. Nicht umsonst wurden sie Vizemeister. In der darauffolgenden Runde reisen wir nach Wr. Neustadt. Die Fortuna möchte ein weiteres Mal nach dem Titel greifen. Nicht einfach, aber so bekommen wir direkt eine Standortbestimmung. Vielleicht können wir es ja ausnützen, dass die Gegner auch noch nicht so eingespielt sind. Insgesamt lautet das Credo, sich noch einmal weiterzuentwickeln. Nachdem wir jüngst als Sechster ex aequo die Linie überquerten, wäre es natürlich schön, wenn wir final unter den Top Five stehen.“