Spielberichte

„Das hat uns in die Karten gespielt“ – USC Maria Taferl gewinnt mit klarem Plan 3:1

ASV Gutenbrunn
USC Maria Taferl

Zum Auftakt der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USC Maria Taferl mit einem 3:1 bei ASV Gutenbrunn ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Trainer Martin Ledermüller sah dabei genau den Matchplan aufgehen: tief stehen, auf Konter warten und die Räume nützen. Weil seine Mannschaft früh traf und vor der Pause noch das 3:0 nachlegte, geriet der Gegner aus Sicht des Coaches entscheidend ins Hintertreffen.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Frühe Tore öffnen den Weg

Dass dieser Plan so schnell greifen würde, hätte sich USC Maria Taferl kaum besser wünschen können. Schon in der 2. Minute brachte Florian Reithmayer die Gäste in Führung, nur sechs Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Damit lief die Partie von Beginn an in jene Richtung, die Ledermüller gesucht hatte. „Wir haben gewusst, dass ASV Gutenbrunn eine sehr starke Mannschaft ist“, sagte der Trainer. Gerade deshalb habe er seine Elf bewusst tiefer positioniert. ASV Gutenbrunn hatte zwar mehr Ballbesitz, USC Maria Taferl kam aber über Umschaltmomente voll ins Spiel. Kurz vor der Pause erhöhte Mate Szalka auf 3:0. Für Ledermüller war genau dieser Treffer besonders wichtig: „Das 3:0 vor der Halbzeit war ganz wichtig.“

Tief stehen, doppeln, als Einheit arbeiten

Die Grundlage dafür war aus seiner Sicht nicht ein offener Schlagabtausch, sondern Disziplin. Ledermüller ließ seine Mannschaft nicht hoch anlaufen, sondern erst ab der Mittellinie attackieren. „Wir haben taktisch nicht in der gegnerischen Hälfte attackiert, sondern erst ab der Mittellinie. Damit ist der Gegner gar nicht zurechtgekommen“, erklärte er. Dazu kam ein sehr geschlossenes Auftreten gegen den Ball. Der Trainer sprach von sofortigem Doppeln, gegenseitigem Helfen und einem Auftritt, bei dem jeder für den anderen arbeitete. „Unser Zweikampfverhalten war stark, und wir sind als Mannschaft, als Einheit aufgetreten.“ Gerade gegen einen Gegner, den er mit mehreren „ganz starken Fußballern“ einordnete, sei genau das die entscheidende Basis gewesen.

Spätes Gegentor ändert nichts mehr

Nach der Pause rechnete der Trainer damit, dass ASV Gutenbrunn noch einmal alles versuchen würde. Die Aufgabe für USC Maria Taferl war deshalb klar: stabil bleiben, kein schnelles Gegentor zulassen und die eigenen Konter weiter sauber ausspielen. Ledermüller meinte sogar, dass bei etwas besser ausgespielten Umschaltmomenten noch zwei oder drei Treffer mehr möglich gewesen wären. Vor allem aber hatte er eine einfache Rechnung im Kopf. „Ich habe gesagt: Je länger wir kein Tor mehr kriegen, desto nervöser werden sie.“ Lange ging dieser Plan auf. Erst in der 87. Minute verkürzte Tomas Hrusak auf 1:3. Ganz ruhig wurde es deshalb noch nicht, doch diesmal hielt die Mannschaft den Vorsprung bis zum Ende fest.

Viel Lob, aber keine falsche Euphorie

Trotz des gelungenen Starts wollte Ledermüller den Sieg danach nicht größer machen, als er ist. Er sprach zwar von einem Abend, an dem seine Mannschaft kämpferisch „top“ gewesen sei, sah aber auch klar, wo noch Arbeit wartet. „Im Ballbesitz verlieren wir oft zu schnell den Ball. Wir sind da noch zu überhastet und ein bisschen zu unruhig“, sagte er. Selbst bei aller Freude über den Dreier beim ASV Gutenbrunn schob er deshalb sofort nach: „Wir dürfen jetzt nicht glauben, dass wir die Superheroes sind. Wir müssen genauso weiterarbeiten wie in den letzten vier, fünf Wochen.“ Der Auftritt habe aber gezeigt, so seine Überzeugung, „dass man mit Herz und mit Leidenschaft viel bewegen kann“.

2. Klasse Waldviertel Süd: Gutenbrunn : USC Maria Taferl - 1:3 (0:3)

  • 87
    Tomas Hrusak 1:3
  • 44
    Mate Szalka 0:3
  • 8
    Florian Reithmayer 0:2
  • 2
    Florian Reithmayer 0:1