Zum Auftakt der 2. Klasse Waldviertel Süd nahm die TSU Martinsberg beim SV Leiben nach einem wilden 2:2 einen Zähler mit. Nach früher Führung, einer Roten Karte gegen die Hausherren und einem schnellen Schlagabtausch bis zum Pausenstand von 2:2 sah Sektionsleiter Matthias Schlössl vor allem Moral und Zusammenhalt bei seiner Mannschaft. "Am Schluss muss man glücklich sein mit dem Punkt, aber ich bin sehr zufrieden", sagte er.

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Für die TSU Martinsberg begann der Abend genau so, wie man sich einen Auswärtsauftakt wünscht. Matthias Schlössl sagte: "Die ersten zehn Minuten waren wir sehr stark." Nach sieben Minuten sah Thomas Schindler vom SV Leiben Rot, Schlössl schilderte die Szene als unglückliche Aktion, an deren Ende ein Handspiel außerhalb des Strafraums stand. Zwei Minuten später nutzte Michal Rossmann den Freistoß zur 1:0-Führung für die TSU Martinsberg. Schlössl sprach von einem Abschluss "genau ins Kreuzeck, nichts zum Halten". Dazu kam laut dem Sektionsleiter noch eine weitere große Möglichkeit, ehe sich das Spiel ab der 18. Minute plötzlich drehte. Markus Gruber glich für den SV Leiben zum 1:1 aus, Marco Baireder legte nur wenig später das 2:1 nach. Gerade beim ersten Gegentor haderte Schlössl allerdings deutlich und meinte: "Das war aus meiner Sicht nicht regelkonform, weil der Ball schon draußen war."
Die TSU Martinsberg ließ sich von diesem Doppelschlag aber nicht aus der Bahn bringen. Nach einem Handspiel bekam die TSU Martinsberg laut Schlössl einen Elfmeter zugesprochen, den Michal Rossmann in der 22. Minute zum 2:2 verwertete. Bis zur Pause blieb die Partie damit offen, auch wenn Schlössl meinte, dass der SV Leiben ab etwa der 30. Minute immer stärker geworden sei. "Bis zur Halbzeit hat es gepasst", sagte er, obwohl die TSU Martinsberg aus seiner Sicht kurz vor dem Seitenwechsel sogar noch Pech mit einer Abseitsentscheidung hatte. Nach der Pause änderte sich das Bild dann klarer. "Der SV Leiben war sehr aggressiv und stark am Ball, und wir haben uns ein bisschen hinten reindrängen lassen", erklärte Schlössl. Dazu kam, dass der Druck auf die TSU Martinsberg weiter zunahm. Spätestens da war klar, dass für die Gäste vor allem Disziplin, Einsatz und viel Laufarbeit gefragt sein würden.
Gerade deshalb fiel das Fazit des Sektionsleiters trotz des Drucks des SV Leiben positiv aus. Schlössl lobte vor allem die Haltung seiner Mannschaft und sagte: "Gutes Auftreten, guter Zusammenhalt, wir sind bis zum Schluss gerannt." Dass der SV Leiben in der Schlussphase noch die eine oder andere Topchance hatte, verschwieg er nicht. "Am Schluss muss man dann trotzdem sagen, dass der Punkt glücklich ist, aber ich nehme ihn gern mit", sagte Schlössl offen. Bei den strittigen Szenen blieb er trotz seines Ärgers nüchtern. Das 1:1 des SV Leiben und eine Abseitsentscheidung kurz vor der Pause sah er zwar kritisch, zugleich meinte er aber auch: "Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung in Ordnung." Für die TSU Martinsberg überwog nach dem 2:2 daher klar das Positive. Schlössl sieht den SV Leiben als Mannschaft, die vorne mitspielen will, und bewertete den eigenen Auftritt entsprechend hoch: "Die TSU Martinsberg hat sich sehr stark verkauft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, das war ein Superauftritt. Der Auftakt ist gelungen."