Spielberichte

„Nach der Pause waren wir bereit, mehr zu investieren“ – Münichreith macht aus dem 1:1 noch ein 4:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
USV Münichreith
USC Maria Taferl

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat der USV Münichreith das Derby gegen den USC Maria Taferl mit 4:1 gewonnen. Nach einem starken Beginn und dem frühen 1:0 wurde die Partie noch vor der Pause offen, ehe Münichreith in der zweiten Halbzeit deutlich zulegte. Trainer Johann Bierbaumer brachte den Schlüssel auf den Punkt: „Nach der Pause waren wir bereit, mehr zu investieren.“

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Vorteil, dann wird es eng

Für die Gastgeber begann der Nachmittag so, wie man sich das im eigenen Stadion wünscht. Münichreith kam gut hinein, ging bereits in der 5. Minute durch Rene Duda mit 1:0 in Führung und hatte damit genau den Start, von dem Johann Bierbaumer danach sprach. „Wir sind super in die Partie gestartet und haben bis zum 1:0 gut gespielt“, sagte der Trainer. Dieses frühe Tor habe seiner Mannschaft „noch einmal einen Aufschwung gegeben“. Lange konnte der USV den Ton aber nicht allein angeben. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit arbeitete sich Maria Taferl immer besser hinein, gewann mehr Anteile am Spiel und glich in der 30. Minute durch Alexander Hofbauer zum 1:1 aus. Bierbaumer sprach von einem „offenen Schlagabtausch“ und ordnete auch klar ein, dass dieser Zwischenstand „zu dem Zeitpunkt sicher verdient“ gewesen sei. Bis zur Pause war Münichreith laut seinem Trainer schon eher damit beschäftigt, das Ergebnis zu halten, wobei er zugleich betonte, dass es auf beiden Seiten keine Fülle an Torchancen gegeben habe.

Nach der Pause dreht Münichreith auf

Der Unterschied kam aus Sicht des Heimtrainers nach dem Seitenwechsel zustande. Bierbaumer machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in der Kabine einen klaren Auftrag mitbekam. „Wir haben uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit körperlich wieder mehr dagegenzuhalten in den Zweikämpfen“, sagte er. Vor allem im Zentrum sei Münichreith dann präsenter gewesen, handlungsschneller geworden und habe den Gästen deutlich mehr Druck gemacht. Genau daraus entwickelte sich laut Bierbaumer das Momentum, das danach auf die eigene Seite kippte. Der Lohn folgte schnell auf der Anzeigetafel. In der 49. Minute brachte Jozef Tirer Münichreith wieder in Führung, nur vier Minuten später legte Martin Schwinghammer das 3:1 nach. Damit war das Spiel noch nicht beendet, aber die Richtung war nun klar. „Wir waren handlungsschneller, haben ihnen mehr Druck gemacht und mehr Ballverluste erzwungen“, sagte Bierbaumer. Dass seine Mannschaft diese Momente dann auch nutzte, passte zum Auftritt nach der Pause. In der 66. Minute machte David Hametner mit dem 4:1 endgültig alles klar. Bierbaumer formulierte es knapp und treffend: „Da haben wir den Sack zugemacht.“

Ein Sieg, der vor allem von der Reaktion lebt

Besonders wichtig war dem Münichreith-Coach nach dem Schlusspfiff nicht nur das Ergebnis, sondern die Art, wie seine Mannschaft auf eine durchwachsene erste Hälfte reagierte. „Was mir getaugt hat, war, dass wir es geschafft haben, das nach der Pause zu verändern“, sagte Bierbaumer. Er hob hervor, dass seine Spieler bereit gewesen seien, über die eigenen Grenzen zu gehen und als Mannschaft in ganz anderer Form aufzutreten als noch vor der Pause. Genau darin sah er in diesem Derby den entscheidenden Punkt. „In einem Derby ist es immer wichtig, dass man den Sieg den Tick mehr will oder bereit ist, mehr zu investieren“, meinte der Trainer. Dass Münichreith diese Bereitschaft im zweiten Abschnitt auf den Platz brachte, war für ihn der Kern des Heimsiegs. Der klare Endstand darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Partie lange offen war und erst nach dem Seitenwechsel klar in Richtung der Gastgeber kippte.

Viel Respekt für Maria Taferl, viel Selbstvertrauen für Münichreith

Dass der Sieg gegen einen starken Gegner zustande kam, war Bierbaumer ebenfalls wichtig. Der Trainer sprach mit viel Respekt über Maria Taferl und verwies darauf, dass die Gäste nicht umsonst weit vorne mitspielen. „Sie stehen nicht ohne Grund so weit vorne und hatten bis dahin erst einmal verloren“, sagte er. Vor allem in der ersten Halbzeit habe man gesehen, warum diese Mannschaft schwer zu bespielen ist. Umso höher bewertete er die eigene Leistung nach der Pause. „Man hat gesehen, dass man gegen so einen Gegner einen Top-Tag braucht, damit alles zusammenstimmt“, sagte Bierbaumer. Für Münichreith war dieses 4:1 damit mehr als nur ein Heimsieg. Es war ein Spiel, in dem die Mannschaft nach einem offenen ersten Durchgang nachlegte, den Gegner in der zweiten Halbzeit kaum noch zur Entfaltung kommen ließ und sich mit vier Toren gegen einen direkten Konkurrenten in der Spitzengruppe behauptete.

2. Klasse Waldviertel Süd: USV Münichreith : USC Maria Taferl - 4:1 (1:1)

  • 66
    David Hametner 4:1
  • 53
    Martin Schwinghammer 3:1
  • 49
    Jozef Tirer 2:1
  • 30
    Alexander Hofbauer 1:1
  • 5
    Rene Duda 1:0