Spielberichte

"Wir wollten und konnten aber nicht" – Drei Abwehrfehler vor der Pause ebnen Gutenbrunn den Weg zum 5:0

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
ASV Gutenbrunn
USV Klein-Pöchlarn

In der 2. Klasse Waldviertel Süd setzte es für USV Klein-Pöchlarn beim ASV Gutenbrunn eine klare 0:5-Niederlage. Schon zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Harald Schobersberger 0:3 zurück, weil sie sich laut ihrem Coach mit drei schweren Abwehrfehlern selbst in große Probleme brachte. "Wir wollten und konnten aber nicht", sagte Schobersberger nach einer Partie, in der seine Elf früh ins Hintertreffen geriet und auch nach der Pause keine Wende mehr schaffte.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Früher Rückstand bestimmt den ganzen Nachmittag

Der Knackpunkt war für Schobersberger schnell ausgemacht. Seine Mannschaft half den Gastgebern in der ersten Halbzeit mit groben Fehlern entscheidend mit. "Knackpunkt war, dass wir uns in der ersten Halbzeit drei schwere Abwehrfehler geleistet haben und jedes Mal mit einem Tor bestraft wurden", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Schon in der 4. Minute brachte Jakub Mucka Gutenbrunn mit dem 1:0 auf Kurs. Nur sechs Minuten später legte Gregor Zeinzinger das 2:0 nach, ehe Mucka in der 19. Minute mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags auf 3:0 stellte. Für Klein-Pöchlarn war das ein denkbar schlechter Verlauf, weil die Partie damit schon sehr früh eine klare Richtung bekam. "Wenn du mit 0:3 in die Halbzeit gehst, dann wird es in der zweiten Halbzeit sehr schwer", brachte es Schobersberger auf den Punkt.

Vor der Pause zu fehlerhaft, nach der Pause ohne Wende

Dabei blieb der Trainer auch in der Beschreibung der Gegentreffer deutlich. Beim ersten Tor sprach er von einem schweren Abwehrfehler, bei dem seine Mannschaft den Ball eigentlich mit dem Körper abschirmen wollte, der Gegenspieler aber doch noch herankam und dann alleine vor dem Tor ins lange Eck abschloss. Auch vor dem zweiten Treffer sei seine Elf wieder nicht sauber in die Situation gekommen und schlecht gestanden. Beim dritten Gegentor habe man hinten die Eins-gegen-eins-Situation verloren und den Ball abgegeben. Klein-Pöchlarn versuchte nach dem Seitenwechsel zwar, das Spiel noch irgendwie in eine andere Richtung zu bringen, doch Michael Temper traf in der 57. Minute zum 4:0 und setzte in der 70. Minute mit dem 5:0 den Schlusspunkt. "Wir haben nicht aufgegeben und in der zweiten Halbzeit probiert, noch etwas zu verändern. Aber mit dem 4:0 war es gegessen", sagte Schobersberger. Damit war auch die letzte Hoffnung der Gäste dahin.

Klare Worte des Trainers und der Blick auf die nächsten Spiele

Dass am Ende so wenig zusammenlief, wollte Schobersberger nicht auf einzelne Spieler oder nur auf die Abwehr reduzieren. Seine Analyse fiel deutlich aus und bezog die gesamte Mannschaft ein. "Heute hat vom Tormann angefangen bis nach vorne nichts funktioniert", sagte der Coach, der nicht nur spielerische Mängel sah. "Einstellung, Positionen halten, kämpferisch – wir haben an diesem Tag einfach alles vermissen lassen." Gleichzeitig fand er auch eine einfache Erklärung dafür, warum Gutenbrunn so klar überlegen war. "Sie haben einfach mehr wollen, und mit unseren Fehlern war es ein leichtes Spiel gegen uns." Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. "Der Schiedsrichter war komplett in Ordnung", betonte Schobersberger. Für die nächsten Wochen nahm er seine Mannschaft trotzdem in die Pflicht. "Vielleicht war es ein Alarmzeichen für uns, dass es so nicht geht. Wichtig wäre in der nächsten Partie, dass wir positiv nach vorne blicken." Viel schönzureden gab es nach dem 0:5 nicht, aber genau darin lag auch die Botschaft des Trainers: Dieses Spiel soll für Klein-Pöchlarn nicht nur ein Ausrutscher bleiben, sondern ein klarer Hinweis sein, dass in den letzten Partien wieder mehr kommen muss.

2. Klasse Waldviertel Süd: Gutenbrunn : USV Klein-Pöchlarn - 5:0 (3:0)

  • 70
    Michael Temper 5:0
  • 57
    Michael Temper 4:0
  • 19
    Jakub Mucka 3:0
  • 10
    Gregor Zeinzinger 2:0
  • 4
    Jakub Mucka 1:0