In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SV Jauerling am Samstag gegen USV Bleicher Weiten mit 0:1 verloren. Für die Gäste war es laut Obmann-Stellvertreter Thomas Loidhold „endlich wieder mal ein Sieg“ – in einer Partie, die auf beiden Seiten wenig Glanz hatte, die Gäste aber mit konzentrierter Defensivarbeit und dem einzigen Treffer des Nachmittags verdient für sich entschieden.

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Viel Spielfluss kam in dieser Begegnung von Beginn an nicht auf. Loidhold machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass es aus seiner Sicht „im Großen und Ganzen kein gutes Spiel“ war. Der Grund lag für ihn auf der Hand: „Man hat bei beiden Seiten gemerkt, dass wichtige Spieler fehlen.“ Genau das habe sich über die gesamten 90 Minuten gezogen. Sowohl Jauerling als auch Weiten taten sich schwer, das Spiel sauber aufzuziehen und längere, klare Angriffe herauszuspielen. Zur Pause stand es deshalb folgerichtig 0:0. Weiten kam zwar immer wieder in ordentliche Situationen, doch Loidhold meinte auch selbstkritisch, dass seine Mannschaft manche Angriffe nicht konsequent genug zu Ende gespielt habe. Auf der anderen Seite wurden die Gastgeber vor allem mit Flanken, Standards und hohen Bällen unangenehm, aus dem Spiel heraus ließ Weiten aber nach Einschätzung des Funktionärs nur wenig zu.
Dass in so einer Partie Kleinigkeiten den Ausschlag geben würden, war für Loidhold schon während des Spiels spürbar. „Wir haben schon auf der Tribüne gesagt: Wer das erste Tor schießt, wird das Spiel gewinnen“, erzählte er später. Genau so kam es dann auch. In der 66. Minute fiel der einzige Treffer des Tages, und aus Sicht der Gäste war es gleichzeitig der schönste Angriff der Partie. Loidhold schilderte die Szene sehr genau: Rene Ballwein, der nach einer Verletzung wieder zurück war, spielte einen starken Steckpass auf Julian Schindele. Der brachte den Ball flach zur Mitte, wo Alexander Weißengruber an der zweiten Stange richtig stand und aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Mehr brauchte Weiten an diesem Nachmittag nicht, weil die Partie auch danach keine Wende mehr nahm.
Mindestens so wichtig wie das Tor war aus Sicht von Weiten aber die Arbeit gegen den Ball. Loidhold hob nach dem Schlusspfiff vor allem die eigene Abwehrreihe hervor. „Am besten hat heute die Kette funktioniert. Wir haben wirklich wenig zugelassen“, sagte er. Jauerling sei fast nur über Flanken und hohe Bälle gefährlich geworden, aus dem laufenden Spiel heraus habe seine Mannschaft sehr konzentriert verteidigt. Gerade in einem Spiel, das offensiv auf beiden Seiten nicht viele Höhepunkte hatte, war genau das der entscheidende Punkt. Weiten blieb diszipliniert, ließ sich den knappen Vorsprung nicht mehr nehmen und brachte das 1:0 ohne große Unruhe ins Ziel. Besonders erfreulich war das für die Gäste auch deshalb, weil erstmals in dieser Saison die Null stand. „Unsere Verteidigung hat wirklich einen großen Anteil, dass wir das Spiel gewinnen konnten“, sagte Loidhold. Dazu passte auch sein Eindruck von einer fairen Partie, in der es „keinerlei Szenen“ gegeben habe, die rund um den Schiedsrichter für Diskussionen gesorgt hätten.
Der Sieg hatte für Weiten auch deshalb ein besonderes Gewicht, weil die personelle Lage weiter angespannt ist. Loidhold sprach offen darüber, dass sich der Verein derzeit „von Spiel zu Spiel“ rette und die Verletztenliste eher länger als kürzer werde. Mit Samuel Sartori habe es diesmal sogar schon vor dem Anpfiff den nächsten Ausfall gegeben. Umso größer war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff. „Endlich wieder mal ein Sieg für uns, ein verdientes 1:0“, sagte Loidhold, der sogar der Meinung war, dass das Ergebnis bei konsequenter zu Ende gespielten Angriffen auch höher hätte ausfallen können. Viel wichtiger als ein möglicher zweiter Treffer war für ihn an diesem Tag aber, dass die Mannschaft trotz aller Probleme wieder einmal angeschrieben hat. Vor dem letzten Spiel gegen Gutenbrunn hofft Weiten nun auf einen positiven Abschluss, ehe die Winterpause aus Sicht des Vereins gerade zur rechten Zeit kommt. Loidhold brachte es am Ende klar auf den Punkt: Er freue sich „wirklich schon auf die Winterpause“ und hoffe, dass im Frühjahr wieder mehr Spieler fit zurückkommen.