In der 2. Klasse Waldviertel Zentral steht Ernst Gull mit dem UFC Rastenfeld vor einer herausfordernden Rückrunde. Nach dreizehn absolvierten Spielen liegt die Mannschaft auf Tabellenrang 13 und kämpft um den Anschluss an das untere Mittelfeld. Die vergangenen Wochen waren für das Team aus Rastenfeld eine Phase des Findens und Neuaufbaus. In den letzten fünf Partien setzte es Niederlagen gegen SV Groß-Siegharts (3:4), UFC Langschlag (0:5), UFC Arbesbach (1:2), SV Hoheneich (3:6) und SV Weitra (0:3). Trotz dieser Ergebnisse zeigt sich Ernst Gull im Gespräch betont ruhig und fokussiert – für ihn steht die Weiterentwicklung der Mannschaft klar über kurzfristigen Resultaten.

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„Gut gelaufen ist, dass sich die Mannschaft generell stabilisiert hat, allerdings im defensiven Bereich Schwächen aufzeigt“, fasst Ernst Gull die bisherige Saisonhälfte pragmatisch zusammen. Ein Blick auf das Torverhältnis unterstreicht seine Analyse: Viele Gegentreffer verhinderten bislang ein besseres Punkteverhältnis.
Dennoch hebt der Trainer hervor, dass die Stabilität im Team wächst und die Spieler beginnen, seine Ideen zu verinnerlichen. Nach einigen schwierigen Spielen arbeitet man gezielt an der Absicherung der Abwehrkette, um in den anstehenden Begegnungen wieder kompakter zu stehen.
Trotz der sportlichen Lage beschreibt Ernst Gull eine durchwegs gute und konstruktive Stimmung im Verein: „Wir stehen mitten in der Vorbereitungsphase. Die Stimmung ist allgemein gut, traue ich mir jetzt zu behaupten.“ Das Klima im Team ist von Zusammenhalt geprägt. Aktuell laboriert lediglich ein junger Spieler leicht am Knöchel, ansonsten ist die Mannschaft gesundheitlich weitgehend fit.
Im Vergleich zur letzten Saison gab es laut Ernst Gull nur geringe personelle Veränderungen: „Im Großen und Ganzen hat ein Legionärstausch stattgefunden, und ein Neuer, den ich aber noch nicht zu Gesicht bekommen habe, ist dazugekommen.“ Damit deutet er an, dass sich der Kader weiter einspielen muss, um das vorhandene Potenzial voll abzurufen.
Seit seinem Amtsantritt als Trainer hat Ernst Gull eigene Akzente gesetzt: „Außer dass meine Wenigkeit neu dazugekommen ist, weiß ich vom Vorstand her keine Umstrukturierungen.“ Der neue Coach legt Wert auf Teamgeist und gemeinsames Lernen, vermeidet aber bewusst, einzelne Spieler hervorzuheben: „Das wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, einzelne herauszunehmen. Es ist allgemein so, dass jeder großen Einsatzwillen zeigt.“
Für die kommende Halbserie liegt sein Fokus klar auf der Vorbereitung: gezielte Trainingseinheiten und mehrere Tests sollen die Mannschaft in Rhythmus bringen. Besonders wichtig ist ihm, dass das Team taktisch flexibler agiert und besser auf verschiedene Spielsituationen reagiert. „Das Wichtigste ist für mich als Trainer die bestmögliche Vorbereitung für die bevorstehende Saison“, betont Ernst Gull nochmals.
Der Weg zu Punkten wird kein leichter, doch Ernst Gull blickt mit Arbeitsmoral und Geduld nach vorne. Der Trainer sieht in der laufenden Aufbauphase eine Chance, insbesondere die defensive Disziplin weiterzuentwickeln und individuelle Fehler zu minimieren. Ziel ist, in den nächsten Spielen kompakter aufzutreten und das Team Schritt für Schritt aus der unteren Tabellenregion herauszuführen.
Während die unmittelbare Konkurrenz, darunter USC Rappottenstein und UFC Langschlag, in Reichweite bleibt, braucht UFC Rastenfeld vor allem Konstanz über die gesamte Spielzeit. Die Vorbereitungsspiele sollen Aufschluss geben, wie weit die Mannschaft in puncto Abstimmung und defensive Balance schon ist. Für Ernst Gull zählt dabei weniger das einzelne Ergebnis im 0:0-Format, sondern vielmehr, dass seine Mannschaft Stabilität zurückgewinnt und für die Rückrunde bereit ist.