Unter Flutlicht und auf leicht nassem Rasen entwickelte sich zwischen dem SC Zwettl II und UFC Arbesbach ein intensives Duell in der 2. Klasse Waldviertel Zentral. Trainer Stefan Eichhorn hob die Reife seiner Mannschaft hervor: „Nach dem schnellen Rückstand sind wir ruhig und geduldig geblieben und haben an unserem Matchplan festgehalten. Über 90 Minuten hat sich das ausgezahlt. Entscheidend ist der Teamspirit – den müssen wir Woche für Woche auf und neben dem Platz leben.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Start gehörte den Gastgebern: In Minute 2 traf für Zwettl Jakob Seemann zum 1:0. Eichhorn ordnete den Knackpunkt so ein: „Wir haben ein schnelles Gegentor bekommen – umso wichtiger war die Reaktion. Wir wollten aktiv sein, die Zweikämpfe annehmen und Fußball spielen. Gegen einen Gegner mit vielen guten Jungs ist uns das vor allem nach der Pause gelungen. Aufgrund der Leistung in Halbzeit zwei war es am Ende ein verdienter Sieg.“
Bis zur Pause hatte Zwettl phasenweise mehr Spielanteile. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie: Unmittelbar nach Wiederbeginn stellte Raphael Kurz in Minute 46 auf 1:1. Arbesbach gewann nun die Oberhand, nutzte die entstehenden Räume und zweiten Bälle. In der 67. Minute brachte Moritz Pfeiffer die Gäste mit 2:1 in Führung, ehe Jakub Sipek in Minute 76 nachlegte und auf 3:1 stellte. Zwettl gab nicht auf und verkürzte in Minute 90 durch Johannes Herrsch noch auf 2:3. Chancen gab es auf beiden Seiten; Arbesbachs Keeper parierte einmal stark und legte damit die Basis für die Wende. Eichhorns Fazit: „In der zweiten Halbzeit hatten wir die klareren Möglichkeiten – und wir haben sie genutzt.“
Zur Kaderbreite sagte Eichhorn: „Verbesserungspotenzial gibt es immer – das besprechen wir intern. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Team, auch mit Spielern, die diesmal nicht auf ihrer Stammposition gespielt haben. Wir können derzeit einen 13., 14. und 15. Spieler einwechseln, ohne an Qualität zu verlieren.“ Auch das Miteinander am Platz blieb positiv hängen: „Die Zwettler Jungs haben gut dagegengehalten. Das war auf Augenhöhe und für diese Klasse ein faires, gutes Match.“ Zur Atmosphäre meinte er: „Abendpartie, 20 Uhr, Flutlicht, leicht nasser Rasen und eigentlich 20 Spieler am Platz, die Fußball spielen wollen – darauf haben wir uns gefreut. Schlussendlich ist es für uns gut ausgegangen.“