Ein klarer Plan, eine klare Ausführung: Nach dem 6:0 des SV Eibenstein gegen Schrems II in der 2. Klasse Waldviertel Zentral ordnet Trainer Philip Weinberger den Auftritt ein. Die Vorgabe war eindeutig: früh öffnen, Standards erzwingen, konsequent nachlegen. Der frühe Treffer setzte den Takt, nach der Pause legten die Eibensteiner mit wuchtigen Standards und sauber herausgespielten Aktionen nach. Die Grundstimmung: respektvoll gegenüber dem Gegner, zufrieden mit der eigenen Konsequenz – und mit klarem Fokus auf Regeneration vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel.

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Weinbergers Matchplan griff von Beginn an. Der Auftakt fiel per Distanzschuss: In der 14. Minute traf Tomas Tauber aus rund 20 Metern zum 1:0. Zur Pause stand es 1:0. Unmittelbar nach Wiederbeginn folgte der angekündigte Nadelstich über eine Standardsituation: Thomas Koller erhöhte in der 49. Minute per Kopf nach einer Ecke auf 2:0. Danach öffneten sich die Räume, die Eibenstein zielstrebig bespielte. Stanislav Pacholik stellte in der 63. Minute auf 3:0, ehe Ondrej Hacka in der 70. und 91. Minute mit einem Doppelpack auf 5:0 und 6:0 erhöhte. Zwischenzeitlich hatte Tauber in der 76. Minute bereits seinen zweiten Treffer markiert. Weinbergers Einordnung: Bei Standards war sein Team klar überlegen, auch weil Schrems in diesen Situationen körperlich unterlegen war. Plan und Ausführung griffen nahtlos ineinander – vom Dosenöffner bis zu den ruhenden Bällen – und mündeten in einen souveränen Durchmarsch nach der Pause.
Im Ballbesitz sah Weinberger sein Team erwartungsgemäß vorne. Die Bedingungen erschwerten jedoch das saubere Kombinationsspiel, zudem war Schrems in der ersten Hälfte defensiv sehr konsequent. Eibenstein blieb geduldig, auch wenn vor der Pause der letzte Zug zum Tor noch nicht konstant passte – zwei, drei Möglichkeiten auf das zweite Tor blieben ungenutzt. Mit dem schnellen 2:0 direkt nach Wiederbeginn kippte die Statik endgültig zugunsten der Heimelf: Das Tempo blieb hoch, die Laufwege wurden klarer, die Chancenverwertung effizienter.
Trotz der Deutlichkeit blieb der Ton respektvoll. Weinberger lobt den Gegner für Einsatz und Qualität und betont zugleich, dass bei Schrems der ein oder andere Spieler mit Routine fehlt. Zur Spielleitung hat er nur Positives zu sagen: Der Schiedsrichter hatte die Partie in jeder Phase im Griff; strittige Szenen gab es keine. Einzelne Akteure möchte er nicht herausheben – die Mannschaft stehe im Vordergrund, es sei eine kompakte Teamleistung gewesen. Für die kommende Woche rückt die Belastungssteuerung in den Fokus: Die Eibensteiner müssen fit bleiben, „wir sind nicht mehr die jüngste Mannschaft“. Regeneration ist entsprechend wichtig – mit Blick auf das nächste schwere Auswärtsspiel.