In der 19. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral lieferten sich der USC Bad Großpertholz und der SV Eibenstein ein 3:3, das bis zur letzten Minute offen blieb. Die Hausherren führten zur Pause 2:0 und sahen lange wie der Sieger aus, kassierten aber in Minute 90 noch den Ausgleich. Trainer David Artner sprach von einem "gerechten 3:3", zugleich aber von einem "bitteren" Ende, weil seine Mannschaft zuvor die klareren Chancen hatte und nach dem 2:2 noch einmal in Front gegangen war.

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Vom Anpfiff weg waren die Gastgeber das aktivere Team und setzten früh die Akzente. Stanislav Lenc eröffnete in Minute 16 den Abend mit dem 1:0, nur fünf Minuten später legte Ondrej Sajtl zum 2:0 nach. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 2:0. David Artner fand dafür deutliche Worte: "Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert, wir hätten eigentlich schon mit drei oder vier zu null führen können." Der Coach hob besonders die Kompaktheit seiner Elf hervor: "Die erste Halbzeit war mehr oder weniger fehlerlos. Da kann ich meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Wir haben nichts zugelassen, Chancen erarbeitet, gut nach vorne gespielt." In dieser Phase ließ Bad Großpertholz hinten wenig zu, blieb am Drücker und hatte spürbar mehr vom Spiel.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spielbild. Artner ärgerte sich vor allem über den Start in Hälfte zwei: "Wir haben die ersten zehn Minuten nach der Pause verschlafen." Eibenstein nutzte das prompt: In Minute 50 stellte Mario Brunner auf 2:1, der Anschluss gab den Gästen sichtbar Auftrieb. Die Partie wurde zum offenen Schlagabtausch, in dem Tomas Tauber in der 75. Minute den 2:2-Ausgleich besorgte. Bad Großpertholz schüttelte sich kurz – und antwortete schnell: Marvin Kitzler traf in der 81. Minute zum 3:2. "Näher am Sieg waren definitiv wir. Wir haben trotz Ausgleich noch einmal geführt und in der letzten Minute den Ausgleich kassiert", fasste Artner zusammen. In der 90. Minute glich Stanislav Pacholik zum 3:3 aus. "Eibenstein hat alles nach vorne geworfen, und wir haben es leider nicht geschafft, das alles zu verteidigen", sagte der Trainer. In der Nachspielzeit sah Eibensteins Philip Weinberger noch die Rote Karte (93.), am Ergebnis änderte das nichts mehr.
In seiner Analyse trennte David Artner Lob und Hausaufgaben. "Die erste Halbzeit war wirklich gut", betonte er nochmals, "wir haben nichts zugelassen und uns Chancen erarbeitet." Gleichzeitig will er mit seiner Mannschaft noch konsequenter aus der Pause kommen: "Wir müssen wacher, einfach konzentrierter aus der Pause kommen. Das ist bei uns schon öfter gewesen." Über den Gegner wollte er sich nicht groß äußern: "Wir konzentrieren uns auf uns." Zur Leitung meinte er fair: "Es gab sicher Entscheidungen, die man so oder so auslegen kann. Für mich war der Schiedsrichter insgesamt in Ordnung." In der Tabelle rangiert Eibenstein aktuell auf Platz zwei (38 Punkte), Bad Großpertholz auf Rang acht (27). Den Kopf hängen lässt in Großpertholz aber niemand: "Es war ein richtig cooler Fußballabend, das hat allen Spaß gemacht. Wir nehmen das Positive mit – die starke erste Hälfte und dass wir nach dem Ausgleich nochmals geführt haben. Wenn wir diese Leistungen bringen, fahren wir genug Punkte ein."