In der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der SV Weitra am Samstag mit 3:1 gegen den UFC AMON Langschlag durch. Die Gäste lagen nach 20 Minuten durch Milan Stanek voran, ehe Ivo Pistek kurz vor der Pause ausglich. Nach dem Seitenwechsel machte Tobias Rozliwka mit einem Doppelpack den Unterschied. Langschlags Co-Trainer Dominik Hinterndorfer sprach von einer starken zweiten Hälfte der Hausherren und fasste es knapp zusammen: „Weitra war nach der Pause bissiger.“

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Die Partie begann mit Druck der Hausherren. „Die ersten zehn Minuten haben ganz klar Weitra gehört“, sagte Dominik Hinterndorfer und erklärte, warum sein Team in dieser Phase wackelte: „Wir hatten große Probleme, Bälle hinter die Verteidigung zu verteidigen.“ Danach fanden die Gäste aber besser hinein. „Dann sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben mit schnellem Umschaltspiel Nadelstiche gesetzt“, so der Co-Trainer. Der Lohn kam in Minute 20: Nach einem verunglückten Rückpass der Weitraer schnappte sich Lestina den Ball, spielte auf Stanek auf und dieser stellte auf 0:1. „Das 1:0 ist relativ glücklich durch einen schlechten Rückpass entstanden. Wir haben den Fehler genutzt“, beschrieb Hinterndorfer die Führung. Weitra schüttelte sich, drückte noch vor dem Pausenpfiff und glich durch Ivo Pistek in der 43. Minute zum 1:1 aus – mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.
Aus der Kabine kam Weitra mit viel Schub. „In der zweiten Halbzeit kamen sie besser, bissiger, aggressiver aus der Kabine“, sagte Hinterndorfer. Genau diese Entschlossenheit spiegelte sich früh im Resultat: Tobias Rozliwka traf in der 51. Minute zum 2:1 und brachte die Hausherren endgültig in die Spur. Langschlag fand darauf keine richtige Antwort. „Wir konnten in der zweiten Halbzeit nicht mehr so richtig an das ran, was wir wollten“, räumte der Co-Trainer ein. Weitra blieb am Drücker, nutzte den Raum hinter der Kette konsequent und setzte immer wieder die schnellen Offensivkräfte ein. „Weitra hat sehr schnelle Spieler am Flügel und im Sturm. Mit der Schnelligkeit ist es extrem schwer, das zu verteidigen“, so Hinterndorfer. In der 77. Minute machte erneut Rozliwka mit dem 3:1 den Deckel drauf.
In seiner Nachbetrachtung benannte Hinterndorfer klar die Knackpunkte. „Wir hatten große Probleme mit Bällen hinter die Abwehr“, sagte er, und ergänzte mit Blick auf wiederkehrende Themen: „Wir sind seit Wochen anfällig bei Standards.“ Dass es diesmal nach der Pause nicht mehr reichte, führte er auf Tempo und Präsenz der Hausherren zurück: „Der Unterschied war Schnelligkeit und Aggressivität.“ Mit der Leitung des Unparteiischen konnte er leben: „Der Schiedsrichter hat seine Sache insgesamt gut gemacht, vielleicht ein paar Szenen kleinlich, aber passt.“ Für die Gäste gilt es nun, die angesprochenen Baustellen abzustellen, um in den kommenden Runden wieder konstant zu punkten.