Spielberichte

Stefan Eichhorn (Trainer UFC Arbesbach): „Es war ein Geduldsspiel“

SV Hoheneich
UFC Arbesbach

In der 19. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der UFC Arbesbach beim SV Hoheneich mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit fiel der entscheidende Treffer erst in Minute 74 – passend zu einem zähen Sonntagnachmittag. „Es war extrem wichtig zu sehen, wie die Jungs reagieren, wenn die Emotionen nicht so da sind. Sonntagnachmittag, wenig Zuschauer, keine Reservemannschaft – ich wollte sehen, dass sie unbedingt gewinnen wollen“, sagte Trainer Stefan Eichhorn. Sein Fazit war klar: „Es war ein Geduldsspiel – am Ende haben wir über die gesamten neunzig Minuten schon verdient gewonnen.“

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Geduld bis zur Pause – Arbesbach sucht lange die Lücke

Der Start in Hoheneich war vor allem eines: Arbeit. Arbesbach hatte zwar die klarere Spielidee, ließ aber vor der Pause die Genauigkeit vermissen. Eichhorn beschrieb die erste Hälfte so, wie sie sich anfühlte: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt.“ Der Rhythmus war zäh, die Kulisse überschaubar – und genau hier legte der Coach den Fokus auf Mentalität. „Es war extrem wichtig zu sehen, wie die Jungs reagieren, wenn die Emotionen nicht so da sind“, erklärte er, und lobte den Willen seiner Mannschaft, dran zu bleiben, auch wenn wenig los war. Gleichzeitig verwies er auf die Qualität des Gegners: „Sie spielen mit fünf Legionären – das muss man betonen.“ Dass es zur Pause 0:0 stand, passte daher zum Bild: viel Aufwand, noch kein Ertrag.

Lichtenwallner eiskalt nach Bastian Hahns Balleroberung – das 0:1 in Minute 74

Nach dem Seitenwechsel blieb Arbesbach geduldig – und wurde belohnt. In Minute 74 war es so weit: „Bastian Hahn hat den Ball gut erkämpft und dann in die Tiefe gespielt. Julian Lichtenwallner hat das schnell erkannt und den Raum genutzt. Dann war’s eins gegen eins – und er hat den Ball souverän ins Tor geschossen“, schilderte Eichhorn das 0:1. Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht. Die Führung passte zum Matchplan: ruhig bleiben, die Chance nehmen, wenn sie kommt. Genau das setzte Lichtenwallner um – eiskalt im Abschluss. Dass Arbesbach anschließend nichts mehr anbrennen ließ, fasste der Trainer in einem Satz zusammen, der die Tonart des Tages traf: „Ich bin sehr glücklich, dass wir diesen schmutzigen Sieg über die Strecke von neunzig Minuten gebracht haben.“

Zusammenhalt, Abwehrchef Madl und ein souveräner Schiedsrichter

Eichhorn wollte nach dem Abpfiff vor allem eines herausstreichen: den Teamgeist. „Unsere Mannschaft zerfällt nie. Egal welche Spielsituation, egal welche Minute, auf welchem Platz – das Team hält immer zusammen“, sagte er. Ein Sonderlob bekam Innenverteidiger Josef Madl, der den Laden hinten zusammenhielt: „Wenn ich einen hervorheben möchte, dann Josef Madl. Er macht extrem wertvolle Arbeit hinten, kommuniziert viel und hat heute gefühlt jeden Kopfball gehabt.“ Worte des Respekts gab es auch für den Gegner, dessen individuelle Klasse der Coach mehrmals betonte, sowie für den Unparteiischen: „Karl Walzer ist ein Unikat. Er leitet souverän, mit einer gewissen Leichtigkeit, und das hat sicher dazu beigetragen, dass es nie hitzig geworden ist.“ In der Tabelle hält Arbesbach nach der 19. Runde bei 37 Punkten als Vierter – der Blick bleibt trotzdem bodenständig: „Wir müssen Woche für Woche schauen.“

2. Klasse Waldviertel Zentral: Hoheneich : Arbesbach - 0:1 (0:0)

  • 74
    Julian Lichtenwallner 0:1