Packendes Remis in der 20. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral: Der USC Jungwirth Rappottenstein und der USC Bad Großpertholz trennen sich 2:2 (0:1). Die Gäste führten durch Stanislav Lenc (13.) und Luca Venier (74.) lange 2:0, ehe Thomas Haider (83.) und Martin Repa per spätem Elfmeter (89.) zuschlugen. „Im Großen und Ganzen geht’s in Ordnung“, sagte Gästecoach David Artner, „aber für uns ist es extrem bitter, weil wir die Gegentore sehr spät bekommen haben.“

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USC Bad Großpertholz erwischte den besseren Start, stand kompakt und setzte früh ein Ausrufezeichen. David Artner beschrieb den Auftakt so: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben in der ersten Halbzeit sehr kompakt gespielt.“ Das 0:1 fiel nach 13 Minuten: Stanislav Lenc drückte den Ball zur Gästeführung über die Linie. Aus Sicht des Trainers passte das Bild: „Wir haben unser erstes Tor aus einem Gestocher nach einer Standardsituation gemacht.“ Mit dem 0:1 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste gefährlich im Umschalten – und legten in Minute 74 nach: Luca Venier erhöhte auf 0:2, laut Artner ein besonderer Treffer. „Unser Neuzugang Venier hat einen Fallrückzieher von zehn Metern ins Tor gehauen. Das sieht man nicht so häufig.“ Rappottenstein gab sich aber nicht geschlagen, kam – wie Artner es schilderte – durch Thomas Haider (83.) zum Anschluss und drückte in der Schlussphase massiv. In der letzten Minute entschied der Unparteiische laut Artner auf Handelfmeter, Martin Repa verwandelte zum 2:2. „Der Handelfmeter war in Ordnung“, hielt Artner fest.
In seiner Analyse hob Artner die stabile Grundordnung und das saubere Verteidigen hervor. „Wir haben defensiv gut gearbeitet, wenig Chancen für Rappottenstein zugelassen“, sagte der Coach, der seine Elf vor allem im Umschalten stark sah. „Wir haben uns im Konter zahlreiche Möglichkeiten erarbeitet, die wir nicht konsequent genug genutzt haben. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können. Dann wäre das Spiel vielleicht früh entschieden gewesen.“ Mit dem 0:2 schien Großpertholz auf Kurs, doch die Kräfte schwanden und die Entlastung blieb aus. „Gegen Ende konnten wir uns zu wenig befreien“, so Artner. Er verwies auch auf die schmalen Optionen in der Schlussphase: „Durch den einen oder anderen Ausfall hatten wir nicht viele Möglichkeiten von der Bank und konnten nicht mehr wirklich reagieren.“ Am Ende blieb nur die Hoffnung, den Vorsprung über die Zeit zu retten – was nicht gelang. „Wir haben gehofft, dass wir’s über die Zeit bringen, aber leider nicht geschafft.“
Die Schlüsselszene vor dem Ausgleich wollte Artner nüchtern einordnen. „Ärgerlich ist, dass davor ein Freistoß gepfiffen wurde, der meiner Meinung nach kein Foul war. Daraus ist dann der Elfmeter entstanden“, erklärte er, nahm den Unparteiischen aber in Schutz: „Nichtsdestotrotz war die Schiedsrichterleistung wirklich gut. Das Foul kann man so oder so auslegen, man muss es sicher nicht geben.“ Über den Gegner verlor der Coach bewusst keine Worte: „Ich möchte nicht über den Gegner sprechen. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung.“ Für die kommenden Aufgaben nimmt Großpertholz die positiven Ansätze mit: die stabile Defensive, das mutige Umschalten und die klare Erkenntnis, im Abschluss konsequenter nachlegen zu müssen. Nach diesem späten Dämpfer zählt nun, die kompakten Phasen über 90 Minuten zu strecken und knappe Führungen besser über die Zeit zu bringen.