Spielberichte

Philip Weinberger (Trainer SV Eibenstein): "Batrla hat den Unterschied ausgemacht"

SC Pfaffenschlag
SV Eibenstein

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der SC Pfaffenschlag am Samstag mit 3:1 gegen den SV Eibenstein durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mit frühen Toren entschied Tomas Batrla die Partie in der Nachspielzeit, insgesamt traf er dreimal. Für Eibenstein glich Stanislav Pacholik früh zum 1:1 aus. Nach der Pause hatten die Gastgeber klar mehr vom Spiel, die Gäste öffneten am Ende die Abwehr, weil ein Remis zu wenig gewesen wäre. „Der Sieg für Pfaffenschlag ist verdient“, meinte Gästecoach Philip Weinberger.

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei frühe Treffer, lange viele hohe Bälle

Die Partie nahm sofort Fahrt auf: In Minute 9 stellte Tomas Batrla auf 1:0, acht Minuten später besorgte Stanislav Pacholik den schnellen Ausgleich zum 1:1. Zur Pause blieb es beim Remis. Aus Sicht von Eibenstein war der erste Durchgang ein Spiegelbild dessen, was auf dem Platz zu sehen war: viel Sicherheit, wenig Risiko, lange Bälle auf die Spitzen. Philip Weinberger brachte es so auf den Punkt: „In den ersten 45 Minuten war es ausgeglichen. Die beiden Treffer sind ähnlich gefallen – Bälle aus dem Halbfeld, und die Stürmer waren eiskalt.“ Beide Teams standen tief, das Zentrum war dicht, Spielfluss kam kaum auf. Genau deshalb war die Nullphase nach dem 1:1 fast logische Folge, denn weder Pfaffenschlag noch Eibenstein gingen vor der Pause allzu große Wege ins Risiko.

Weinberger: „Vorne war’s zu wenig, ein Remis half uns nicht“

Nach dem Wechsel kippte das Spielbild spürbar. „Pfaffenschlag hatte mehr vom Spiel, auch die zwingenderen Chancen“, sagte Weinberger, der zugleich selbstkritisch anmerkte: „Wir haben in der zweiten Hälfte, glaube ich, nur einmal aufs Tor geschossen.“ Weil Eibenstein für eine realistische Chance im Titelrennen drei Punkte gebraucht hätte, ging Weinberger in den letzten zehn Minuten volles Risiko: „Ein Unentschieden hätte uns nicht viel gebracht. Wir haben offensiv umgestellt und auf Dreierkette gewechselt.“ Der Preis war hoch: In der 90.+1. und 90.+3. Minute schlug erneut Batrla zu und schnürte den späten Doppelpack zum 3:1-Endstand. „Das war dem geschuldet, dass wir hinten aufgemacht haben.“ Über Matchwinner Batrla fand der Coach klare Worte: „Für diese Liga ist er ein Topstürmer. Er bewegt sich zwischen den Linien, geht mit seiner Schnelligkeit durch – genau so sind alle drei Tore entstanden.“ Gleichzeitig hielt Keeper Sobolik Eibenstein mit mehreren Paraden lange im Spiel: „Er hat zwei-, dreimal sehr gut gehalten.“

Schiri unauffällig, Kräfte schwinden – und der Blick nach vorne

Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen gab es aus Eibensteiner Sicht kaum. „Es war keine krasse Fehlentscheidung dabei, da haben wir schon Schlimmeres erlebt“, so Weinberger, der lediglich Kleinigkeiten ansprach und betonte, der Schiedsrichter solle sich grundsätzlich nicht in den Mittelpunkt stellen. Er suchte die Gründe für die Niederlage vielmehr bei der eigenen Offensive und im Rhythmus der zweiten Hälfte: „Pfaffenschlag hat viele junge Spieler, die das Tempo 90 Minuten gehen können.“ Dazu kamen die Bedingungen: „Es war sehr warm, uns ist in der zweiten Hälfte vielleicht ein bisschen die Kraft abhandengekommen.“ Glückwünsche an den Tabellenführer gehörten für den Gästecoach dazu: „Man muss Pfaffenschlag zum verdienten Sieg gratulieren. Da müsste schon einiges schieflaufen, dass die nicht mehr Meister werden.“

Für Eibenstein ist der Auftrag klar: „Wir wollen in den letzten fünf Spielen unter die Top drei, am besten Platz zwei.“ Punktgleich mit Arbesbach bleibt der Kampf um Rang zwei offen – Kopf in den Sand stecken ist keine Option, das hat diese Leistung trotz der Niederlage gezeigt.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Pfaffenschlag : Eibenstein - 3:1 (1:1)

  • 93
    Tomas Batrla 3:1
  • 91
    Tomas Batrla 2:1
  • 17
    Stanislav Pacholik 1:1
  • 9
    Tomas Batrla 1:0