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Eibenstein dreht 0:1 in Rappottenstein: Späte Tore belohnen Weinbergers mutige Umstellung

USC Rappottenstein
SV Eibenstein

Im Duell der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der SV Eibenstein beim USC Jungwirth Rappottenstein nach Rückstand noch mit 2:1 durch. Nach der Pause gingen die Hausherren durch Leon Scheikl in Führung, ehe Stanislav Pacholik spät ausglich und Robin Demeter in der Nachspielzeit den Auswärtssieg fixierte. Trainer Philip Weinberger sprach von einer verdienten Wende, die durch frische Kräfte, eine Systemumstellung auf 4-4-2 und viel Mentalität möglich wurde.

Bällesack

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Vom ausgeglichenen ersten Durchgang zur späten Wende

Die Anfangsphase gehörte keinem so richtig. „In der ersten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel mit Halbchancen auf beiden Seiten“, erklärte Eibenstein-Coach Philip Weinberger. „Wir hatten mehr vom Spiel und mehr Ballbesitz, sind aber vorm Sechzehner nicht wirklich durchgekommen.“ Mit 0:0 ging es in die Pause, doch direkt nach Wiederbeginn schlug Rappottenstein zu: Leon Scheikl traf kurz nach Anstoß zur Führung. Eibenstein reagierte, wurde Schritt für Schritt zwingender und schob die Partie tief in die Rappottensteiner Hälfte. Der Ausgleich fiel in Minute 83: Stanislav Pacholik traf, nachdem Mario Brunner den Ball durchsteckte. „Das 1:1 war nicht groß herausgespielt, aber der Pass war gut, es gab einen Zusammenprall mit dem Torhüter – und der Ball ist reingekullert“, schilderte Weinberger. In der Nachspielzeit belohnte sich Eibenstein endgültig für den Druck: Robin Demeter besorgte in Minute 90+2 das 2:1 und drehte die Partie spät.

Weinberger über Ballbesitz, Joker und die Umstellung auf 4-4-2

Der Trainer blieb nach dem frühen Schock in Halbzeit zwei ruhig und drehte an den richtigen Stellschrauben. „Ich habe auf 4-4-2 umgestellt, weil wir vorne mehr Durchschlagskraft gebraucht haben“, sagte Weinberger. „Mit Mario Brunner und Patrick Budschedl kamen zwei Spieler mit enormer Qualität – danach haben wir fast nur mehr auf ein Tor gespielt.“ Auch die Bank lieferte: „Daniel Kowatsch hat 90 Minuten in der Reserve gespielt und ist nach rund 25 Minuten für Christian Trisko reingekommen. Er hat seine Sache sehr gut gemacht.“ Insgesamt war es für Weinberger ein Sieg des Willens: „Die Mentalität und die Qualität der Mannschaft sind enorm. Wir geben nie auf. Dass wir das Spiel am Ende noch gewinnen, ist verdient.“ Besonders wichtig sei das 1:1 gewesen: „Danach war es wieder offen, und ich wusste, dass wir mindestens ein Tor machen.“

Respekt für Rappottenstein und ein klarer Ausblick

Weinberger lobte trotz des Eibensteiner Comebacks den Gegner. „Rappottenstein ist kompakt, mit Spielern wie Leon Scheikl und Martin Repa haben sie vorne enorme Qualität. In Rappottenstein zu gewinnen ist immer schwer.“ In der Tabelle untermauert Eibenstein Rang drei (45 Punkte), Rappottenstein hält bei 32 Zählern. Verbesserungspotenzial sieht der Coach trotz des Sieges: „Hinten stehen wir gut und kompakt, aber im letzten Drittel fehlt uns noch etwas die Durchschlagskraft. Daran arbeiten wir. Es sind noch zwei Spiele, da können wir sechs Punkte holen.“ Zudem klang noch eine Rechnung aus dem Herbst nach: „Wir wollten hier unbedingt gewinnen – das ist uns verdient gelungen.“

2. Klasse Waldviertel Zentral: Rappottenstein : Eibenstein - 1:2 (0:0)

  • 92
    Robin Demeter 1:2
  • 83
    Stanislav Pacholik 1:1
  • 46
    Leon Scheikl 1:0