In der 24. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral entführt der USV Allentsteig beim SC Zwettl II mit einem späten Ausgleich einen Punkt – 2:2 nach zweimaligem Rückstand. Die Hausherren trafen kurz vor der Pause und erneut im letzten Drittel, Allentsteig antwortete jeweils, den zweiten Ausgleich markierte Jan Novak in der Schlussphase. Trainer Markus Maier sprach von einer „gerechten Punkteteilung“, lobte die Mentalität seiner Mannschaft und sah die Gründe für den verpassten Sieg eher in vermeidbaren Ballverlusten als in fehlendem Willen.

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Der Start gehörte den Gastgebern, die im ersten Durchgang mehr vom Ball hatten. „In der ersten Hälfte war Zwettl spielbestimmend, ohne klare Torchancen. Es gab einen Lattenschuss“, schilderte USV-Trainer Markus Maier. In der Nachspielzeit schlug Zwettl II doch zu: Jakob Seemann stellte in Minute 45+2 auf 1:0. Nach dem Seitenwechsel kam Allentsteig rasch zurück – Marcel Rogner glich in der 50. Minute aus. Das Spiel blieb offen, Zwettl fand die erneute Führung durch Romeo Plazibat (74.). Allentsteig steckte nicht auf, blieb dran und belohnte sich spät: Jan Novak traf in der 85. Minute zum 2:2-Endstand. Zur Pause hatte Zwettl noch mit 1:0 geführt, am Ende stand ein leistungsgerechtes Remis.
Für Markus Maier passte vor allem die Haltung seiner Elf. „Die kämpferische Leistung und die Einstellung haben gut funktioniert“, betonte der Allentsteiger Coach. Spielerisch sieht er noch Reserven: „Da war ein bisschen Luft nach oben.“ Deutlich wurde er bei der Fehleranalyse: „Wir hatten relativ einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, auch unbedrängt.“ Genau diese Phasen bremsten das Umschaltspiel und kosteten Entlastung. Trotzdem blieb die Defensive stabil. „Wir haben wirklich relativ wenig Torchancen zugelassen“, so Maier. Den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Zwettl ist eine junge, sehr spielstarke Mannschaft, sie hatten viel Ballbesitz – aber ohnehin wenig griffige Torchancen.“ Sein Fazit: „Aufgrund der kämpferischen Leistung geht das 2:2 in Ordnung.“
Für Gesprächsstoff sorgten aus Gästesicht strittige Strafraumszenen. „In der zweiten Halbzeit wurde ein sehr harter, fragwürdiger Elfmeter gegeben. Für mich war das kein Handspiel, die Hand war angelegt“, meinte Maier, der die Situation als ärgerlich empfand. Im offiziellen Verlauf ist allerdings nur Zwettls Treffer zum 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vermerkt (45+2, Jakob Seemann). Später habe es laut Maier eine Szene gegeben, in der aus seiner Sicht Zwettl einen Strafstoß hätte bekommen müssen: „Den hat er nicht gegeben – quasi ausgleichende Gerechtigkeit.“ Am Ende überwog beim USV-Coach die Sachlichkeit: Die Punkteteilung passte für ihn zum gesamten Spielbild.
Mit dem 2:2 in Zwettl sammelt Allentsteig einen wichtigen Auswärtspunkt und bleibt im dichten Tabellenmittelfeld (Zwettl II bei 33 Punkten, Allentsteig bei 30). Der Auftritt lieferte zwei klare Leitlinien für die nächsten Wochen. Erstens: Die Einstellung stimmt. „Vom Einsatz her war es echt gut“, lobte Maier. Zweitens: Die Entscheidungsqualität im Ballbesitz muss rauf. „Wir hatten zu einfache Ballverluste“, sagte er – genau diese Momente brachten Allentsteig immer wieder unter Druck. Weil die Defensive jedoch kompakt blieb und man sich nie hängen ließ, war das späte 2:2 ein gerechter Lohn. Maier: „Das Unentschieden war gerecht.“