Spielberichte

„Nach dem 1:0 haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben“ – Heidenreichstein verliert 2:4

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Heidenreichstein
SC Zwettl II

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral startete FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein stark in das Heimspiel gegen SC Zwettl II, ging durch Jiri Prchal sogar in Führung und musste sich am Ende dennoch mit 2:4 geschlagen geben. Für Christian Domini war vor allem das 1:3 nach der Pause der Moment, in dem die Partie endgültig zu kippen begann. Domini sprach danach von einem Spiel, das seine Mannschaft nach gutem Beginn mehr und mehr aus der Hand gab.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Starker Beginn, dann dreht Zwettl die Partie noch vor der Pause

Aus Sicht der Gastgeber begann die Partie genau so, wie man es sich gegen einen starken Gegner wünscht. Heidenreichstein fand ordentlich hinein und belohnte sich in der 21. Minute mit dem 1:0 durch Jiri Prchal. Genau auf diesen Start bezog sich Domini nach dem Schlusspfiff auch ausdrücklich. „Wir sind gut in das Spiel gestartet, sind dann mit 1:0 in Führung gegangen und haben das Spiel dann komplett aus der Hand gegeben“, sagte er. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. Antonio Plazibat stellte in der 30. Minute auf 1:1, noch vor dem Seitenwechsel legte Bernhard Paukner das 1:2 nach. Damit war aus einer guten Ausgangslage für Heidenreichstein schon zur Pause ein Rückstand geworden, den die Heimelf erst einmal verdauen musste.

Beim 1:3 war für Domini der Knackpunkt erreicht

Nach dem Seitenwechsel sah Domini den entscheidenden Einschnitt der Partie sehr klar in der 55. Minute. Sebastian Thomas Penz traf zum 1:3, und genau dieses Tor rückte der Heidenreichsteiner Funktionär nach dem Spiel in den Mittelpunkt seiner Analyse. „Das 3:1 war sicherlich der ausschlaggebende Grund“, sagte er. Noch deutlicher wurde er, als er die Szene aus seiner Sicht schilderte: „Beim 3:1 ist der Gegenspieler sicher einen Meter im Abseits gestanden, hat den Ball auf der Torlinie noch hineingedrückt, und das war für uns der Knackpunkt.“ Domini hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft diesen Treffer nicht mehr sauber weggesteckt hat. „Da ist die Mannschaft dann aus dem Tritt gekommen“, so seine Einschätzung. Zehn Minuten später erhöhte Jakob Seemann auf 1:4, womit Zwettl die Partie endgültig auf seine Seite zog. Das späte 2:4 durch Michael Apfelthaler in der 84. Minute änderte am Ausgang nichts mehr, sorgte aber zumindest noch für Ergebniskosmetik.

Selbstkritik bei Heidenreichstein, Lob für die junge Zwettler Mannschaft

Bei aller Diskussion über einzelne Szenen nahm Domini seine eigene Mannschaft ausdrücklich nicht aus der Verantwortung. Für ihn lag ein wesentlicher Grund der Niederlage auch in der Leistung des Heimteams selbst. „Ich glaube, da kann man keinen rausnehmen. Wir haben nicht unsere Leistung gebracht, die wir normalerweise auf den Platz bringen sollen“, sagte er. Diese Aussage passt zum Verlauf: Nach der Führung verlor Heidenreichstein immer mehr den Zugriff, während Zwettl seine Tore machte und die Partie Schritt für Schritt auf seine Seite zog. Auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe, antwortete Domini knapp, aber treffend: „Deutlich mehr Tore gemacht.“ Gleichzeitig wollte er dem Sieger nichts absprechen. „Zwettl ist eine sehr starke, junge Truppe, der man Respekt zollen muss. Sie haben das sehr gut gemacht“, meinte er. Dass der Tabellenführer aus Zwettl seine Qualität über weite Strecken zeigen konnte, war somit auch aus Heidenreichsteiner Sicht ein Faktor dieses Nachmittags.

Diskussionen nach dem Spiel und der Blick auf die nächste Aufgabe

Neben der eigenen Leistung sprach Domini auch die Linie der Unparteiischen an und machte keinen Hehl daraus, dass er mehrere Entscheidungen anders gesehen hat. Dabei blieb er bei seiner Sicht, dass das 1:3 nicht hätte zählen dürfen und dass insgesamt zu viele Pfiffe gegen seine Mannschaft ausgefallen seien. „Sehr viele Entscheidungen wurden gegen uns getroffen“, sagte er und verwies auf Zweikämpfe, die aus seiner Sicht unterschiedlich bewertet worden seien. Unterm Strich blieb für Heidenreichstein aber eine Niederlage, nach der man sich wieder auf die eigenen Dinge konzentrieren muss. In der Tabelle bleiben die Waldviertler damit im Mittelfeld, während Zwettl vorne dran bleibt. Domini richtete den Blick deshalb rasch nach vorne: Nächste Woche wolle man „noch einmal alles reinhauen“ und wieder auf drei Punkte gehen. Nach einem Spiel, das mit einer Führung begonnen hatte und mit einem 2:4 endete, ist genau das nun die klare Aufgabe.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Heidenreichst. : Zwettl II - 2:4 (1:2)

  • 84
    Michael Apfelthaler 2:4
  • 65
    Jakob Seemann 1:4
  • 55
    Sebastian Thomas Penz 1:3
  • 38
    Bernhard Paukner 1:2
  • 30
    Antonio Plazibat 1:1
  • 21
    Jiri Prchal 1:0