In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat SV Eibenstein am Samstag gegen USC Jungwirth Rappottenstein mit 1:2 verloren. Nach einem 0:2 zur Pause kam der Tabellenzweite durch Stanislav Pacholik zwar früh wieder heran, mehr ging aber nicht mehr. Co-Trainer Lucas Simon machte vor allem die verschlafene erste Hälfte als Grund für die aus seiner Sicht verdiente Niederlage aus.

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Beim Blick auf die Tabelle hatten in Eibenstein viele eher mit einem anderen Spiel gerechnet. Genau das sprach Lucas Simon nach dem Schlusspfiff auch offen an: "Beim Tabellenstand sind alle von einem anderen Spiel ausgegangen." Auf dem Platz nahm die Partie aber schnell eine andere Richtung. Schon in der 6. Minute brachte Martin Repa die Gäste in Führung, in der 23. Minute legte derselbe Spieler das 0:2 nach. Simon hielt sich bei der Einordnung gar nicht lange auf: "Wir haben die erste Halbzeit ein wenig verschlafen und sind mit einem 0:2-Rückstand in die Pause gegangen." Beide Treffer seien aus seiner Sicht besser zu verteidigen gewesen. Beim 0:1 sprach er von einem Lochpass, beim 0:2 von einem Angriff über rechts mit einem Pass in die Mitte. Für den Eibensteiner Co-Trainer war deshalb klar: "Das frühe 0:1 und die Gesamtleistung der kompletten Mannschaft in der ersten Halbzeit waren der Knackpunkt."
Dass die Gastgeber noch einmal anders aus der Kabine kamen, war laut Simon deutlich zu sehen. "Nach der Kabinenansprache war es eine komplett andere Mannschaft", sagte er. Diese bessere Phase zeigte sich auch rasch am Spielstand, denn in der 50. Minute verkürzte Stanislav Pacholik auf 1:2. Simon beschrieb den Treffer so, dass ein Weitschuss von Alexander Bruckner zunächst vom Torhüter pariert wurde und Pacholik dann richtig stand, um den Ball zu verwerten. Für Eibenstein war das der schnelle Beweis, dass in der zweiten Halbzeit mehr Leben im Spiel war als davor. Der Co-Trainer blieb trotzdem bei einer nüchternen Bewertung: "Wenn wir das ganze Spiel so gespielt hätten wie die zweite Halbzeit, hätten wir wahrscheinlich nicht verloren." Weil dieser bessere Auftritt aber erst nach dem Seitenwechsel kam, reichte es am Ende nicht mehr zum Punktgewinn.
Am deutlichsten wurde Simon bei der Bewertung der ersten 45 Minuten seiner Mannschaft. "Die erste Halbzeit war eine Halbzeit zum Vergessen", sagte er und zählte gleich mehrere Punkte auf, die aus seiner Sicht nicht gepasst haben: "Die Einstellung, die Pässe, die läuferische und kämpferische Leistung." Gleichzeitig suchte er die Niederlage nicht bei einzelnen Spielern, sondern ordnete sie als schwache erste Hälfte der ganzen Mannschaft ein. Auch für den Gegner fand er klare anerkennende Worte. Rappottenstein habe defensiv "gut und stabil" gestanden, offensiv sei das mit den Legionären "eine gute Mannschaft mit gutem taktischen Verständnis" gewesen. Dazu komme ein Trainer, der sein Team gut auf Eibenstein eingestellt habe. Simons Fazit fiel deshalb eindeutig aus: "Großes Lob und verdienter Sieg. Sie haben ihre Chancen gut genutzt." Sogar für den Unparteiischen hatte er noch ein Extralob übrig: "Riesenlob an den Schiedsrichter, der fast keinen Fehler gemacht hat." Für Eibenstein bleibt nach der zweiten Saisonniederlage trotz allem Rang zwei, die Botschaft aus dem eigenen Lager ist aber ebenso klar: So eine erste Halbzeit soll sich nicht wiederholen.