In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USV Windigsteig das Derby gegen USV Allentsteig nach frühem Rückstand noch klar mit 4:1 gewonnen. Aus Sicht von Sektionsleiter Reinhard Höfler lag der Schlüssel darin, dass seine Mannschaft nach dem 0:1 nicht stehen blieb, sondern sofort mehr Druck machte, die Zweikämpfe annahm und die Partie noch vor der Pause auf ihre Seite zog.

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Der Start gehörte zunächst den Gästen, denn Allentsteig ging bereits in der 5. Minute durch Krystof Kadlec mit 1:0 in Führung. Für Windigsteig war das aber kein Wirkungstreffer, sondern vielmehr der Moment, in dem die Gastgeber ins Spiel fanden. Höfler brachte es nach dem Schlusspfiff ziemlich klar auf den Punkt: „Wir sind 1:0 in Rückstand geraten. Das war für uns der Muntermacher.“ Danach sei seine Mannschaft viel besser in die Partie gekommen, habe die Zweikämpfe aggressiver geführt und offensiv deutlich mehr Druck erzeugt. Dass Windigsteig nach dem frühen Gegentor nicht verunsichert wirkte, sondern sofort mehr investierte, war für Höfler der erste entscheidende Schritt auf dem Weg zum Heimsieg.
Mit zunehmender Spieldauer bekam Windigsteig die Partie immer besser in den Griff. In der 22. Minute fiel der Ausgleich, als Michael Bauer zum 1:1 traf. Auch dieses Tor hob Höfler ausdrücklich hervor, weil es seiner Mannschaft die Bestätigung für die gute Reaktion auf den Rückstand gab. Noch wichtiger war aus seiner Sicht aber das 2:1 unmittelbar vor dem Seitenwechsel: Fabian Regen traf in der 44. Minute zur Führung. „Das 2:1 kurz vor der Halbzeit war das Entscheidende, weil wir dann mit viel mehr Lockerheit in die zweite Halbzeit starten konnten“, sagte Höfler. Damit war der Spielverlauf aus Sicht der Gastgeber gekippt, weil sie den Druck nach dem 0:1 nicht nur aufgebaut, sondern auch noch rechtzeitig in Tore umgemünzt hatten.
Höfler sah den Unterschied zwischen beiden Mannschaften vor allem in der Art, wie Windigsteig nach dem Rückstand weiterarbeitete. „Wir haben versucht, wirklich Druck zu machen. Wir haben sie zu Fehlern gezwungen. Sie haben im Aufbau die Fehler gemacht, wir haben den Zweikampf gewonnen, den Ball erobert und sofort wieder nach vorne gespielt“, erklärte er. Dazu kam, dass Windigsteig laut Höfler schon in der gegnerischen Hälfte konsequent attackierte und Allentsteig damit nie richtig zur Ruhe kommen ließ. Nach der Pause zahlte sich das weiter aus: In der 50. Minute erhöhte Vaclav Vasicek nach einem Freistoß per Kopf auf 3:1. Das 4:1 durch Daniel Lerch in der 73. Minute entstand dann laut Höfler nach einem „schön herausgespielten Konter“. Aus einer Partie, die mit einem Rückstand begonnen hatte, wurde damit ein am Ende klarer Heimerfolg.
Trotz der deutlichen Niederlage fand Höfler für den Gegner anerkennende Worte. Allentsteig sei „eine kämpferische, junge Truppe“, die mit aggressiven Zweikämpfen und viel Laufarbeit unangenehm zu bespielen sei. Gerade deshalb war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, weil Windigsteig diese Widerstände annahm und spielerisch wie kämpferisch die passenden Antworten fand. Auch abseits des Ergebnisses gab es aus seiner Sicht wenig zu diskutieren. „Es hat keine strittigen Situationen gegeben. Der Schiedsrichter war sehr unauffällig und hat das sehr souverän gemacht“, sagte Höfler. Für Windigsteig steht damit nach zehn Runden ein 4:1-Heimsieg zu Buche, bei dem nicht nur das Ergebnis passte, sondern vor allem die Reaktion auf den frühen Rückstand. Genau diese Antwort auf das 0:1 war für Höfler der eigentliche Kern dieses Abends.