In der 2. Klasse Waldviertel Zentral musste sich der SV Eibenstein beim SC Zwettl II mit 0:2 geschlagen geben. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Jakob Vogl und Bernhard Paukner nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung sorgten. Eibensteins Co-Trainer Lucas Simon sah lange ein enges Spiel und nannte vor allem das 1:0 als Knackpunkt. Auch wenn er den späten Elfmeter zum 2:0 als diskutabel einordnete, sprach er insgesamt von einem verdienten Zwettler Sieg.

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Über weite Strecken war es zunächst genau die Partie, die Simon im Rückblick beschrieben hat: offen und lange ohne klare Vorteile auf einer Seite. Das 0:0 zur Halbzeit passte deshalb auch gut zum Verlauf der ersten 45 Minuten. Eibenstein fand laut seinem Co-Trainer deutlich besser in die Begegnung als noch in der Vorwoche und kam selbst zu Möglichkeiten. "Die erste Halbzeit war durchaus ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten", sagte Simon. Erst nach dem Seitenwechsel verschob sich das Spiel mehr zu den Gastgebern. "Die zweite Halbzeit hat dann den Hausherren gehört", meinte der Eibensteiner Co-Trainer. Trotzdem blieb bei ihm der Eindruck, dass die Partie knapper war, als es das Endergebnis ausdrückt.
Der Moment, an dem das Spiel aus Eibensteiner Sicht kippte, kam in der 65. Minute. Jakob Vogl brachte Zwettl II mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor stellte Simon klar in den Mittelpunkt seiner Analyse. "Das 1:0 war genau der eine Angriff, der das Spiel dann entschieden hat", sagte er. Zuvor habe es auf beiden Seiten Torraumszenen gegeben, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Umso mehr blieb dem Co-Trainer dieser Treffer hängen. Er sprach von einem "sehr gut zu Ende gespielten Spielzug" über das rechte Halbfeld, mit ein, zwei Doppelpässen und einem sehenswerten Abschluss. Aus einer ausgeglichenen Partie war damit plötzlich ein Rückstand geworden, dem Eibenstein danach hinterherlaufen musste.
Viel interessanter als das nackte Resultat war für Simon die Einordnung der eigenen Leistung. "Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen", betonte er deutlich. Eibenstein sei besser ins Spiel gestartet als zuletzt, habe sich Möglichkeiten herausgespielt und die Partie lange offen gehalten. Den Unterschied sah er nicht in einer klaren Überlegenheit, sondern eher in kleinen Momenten. "Besser kann man nicht sagen. Zwettl war in ein, zwei Situationen konsequenter, schneller, spritziger", so Simon. Dass Bernhard Paukner in der 86. Minute per Elfmeter auf 2:0 stellte, änderte für ihn wenig an der Grundbewertung. "Den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht", sagte er und ergänzte zugleich, dass die Schiedsrichterin die Partie vor allem in der ersten Halbzeit "perfekt unter Kontrolle" gehabt habe. Am Ende blieb deshalb trotz Niederlage auch Anerkennung für den Gegner. "Es bleibt nur, den Zwettler Youngsters zum Herbstmeister zu gratulieren", sagte Simon. Wenn die junge Zwettler Mannschaft so zusammenbleibe und so weitermache, "werden sie noch viel Freude mit ihr haben". Für Eibenstein steht damit zwar eine 0:2-Niederlage, aber auch die Erkenntnis, dass dieses Spiel deutlich enger war, als es der Schlussstand vermuten lässt.