In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USC Bad Großpertholz am Sonntag auswärts bei UFC Rastenfeld mit 4:2 gewonnen und sich mit diesem positiven Erlebnis in die Winterpause verabschiedet. Trainer David Artner sah seine Mannschaft über weite Strecken klar im Vorteil. Vor allem die frühe Führung habe den Gästen geholfen: „Das war für uns ein Brustlöser.“

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Bad Großpertholz war vom Anpfiff weg das aktivere Team und fand laut Artner sofort gut in die Partie. „Wir hatten von Anfang an eigentlich das Spiel im Griff, haben Druck ausgeübt, viel Ballbesitz gehabt und uns gleich in der Anfangsphase die eine oder andere Chance erarbeitet“, sagte der Trainer. Das 0:1 in der 13. Minute passte genau zu diesem Beginn. Nach einer schönen Aktion über links kam der Stanglpass zur Mitte, Miroslav Kucera traf den Ball zunächst nicht ideal, setzte den Abpraller nach einem Stangenschuss aber doch noch ins Tor. Neun Minuten später legten die Gäste nach. Diesmal lief der Angriff über rechts, der Ball wurde noch einmal abgelegt und Fabian Völkel verwertete zum 0:2. Artner meinte danach offen, dass in dieser Phase „durchaus ein, zwei Tore mehr“ möglich gewesen wären. Ganz ruhig wurde der Nachmittag für seine Mannschaft aber nicht, weil Rastenfeld kurz vor der Pause durch Vojtech Nevola in der 42. Minute auf 1:2 verkürzte. Genau diese Phase gefiel Artner weniger, weil seine Elf da etwas lockerer und nachlässiger geworden war.
Für Artner war der Führungstreffer nicht nur wegen des Spielstands wichtig, sondern auch für den Kopf. „Wir waren nach den beiden Niederlagen in den letzten beiden Runden nicht mit so viel Selbstvertrauen ausgestattet. Die frühe Führung beziehungsweise auch das 2:0 haben uns den Druck genommen und wir haben danach wesentlich befreiter gespielt“, sagte er. In der Kabine sprach Bad Großpertholz dann klar an, dass nach dem Anschlusstreffer wieder mehr Energie nötig sei. Ganz ohne Warnung blieb es nach Seitenwechsel dennoch nicht, denn die erste große Chance der zweiten Hälfte hatte laut Artner Rastenfeld. Eine gute Parade des Tormanns verhinderte aber den möglichen Ausgleich. Statt eines 2:2 fiel wenig später das 1:3. In der 50. Minute traf erneut Miroslav Kucera, diesmal aus einem Gestocher heraus. Spätestens mit dem 1:4 in der 62. Minute war die Partie dann entschieden. Dem Treffer von Paul Almeder ging eine schöne Aktion voraus, bei der der Ball über die Abwehr auf rechts gechippt wurde, ehe Almeder laut Artner „super unter die Latte“ abschloss.
Dass Bad Großpertholz diesmal vier Tore auswärts erzielte, war für den Trainer kein Zufall, sondern die Folge eines deutlich anderen Auftritts als noch in der Vorwoche. „Wir haben es über einen Großteil des Spiels geschafft, aggressiv zu sein, als Mannschaft zu arbeiten, Bälle zu gewinnen und Willen, Einsatz und Lauffreude zu zeigen“, sagte Artner. Genau diese Dinge hätten seiner Mannschaft zuletzt gefehlt. Umso wichtiger war für ihn, dass sie nun wieder sichtbar auf dem Platz waren. Artner strich dabei nicht nur die Tore heraus, sondern auch die Art, wie sein Team ins Spiel ging und wie es nach der Pause wieder zulegte. „Dass wir auswärts vier Tore erzielen in Rastenfeld, ist nicht so einfach. Die können auch verteidigen“, meinte er. Über den Gegner wollte der Trainer trotzdem bewusst nicht viel sagen. „Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung“, stellte Artner klar und machte damit auch deutlich, wo für ihn die Erklärung für diesen Sieg lag.
Nach dem 1:4 war die Partie aus Sicht der Gäste entschieden, auch wenn Rastenfeld in der Schlussphase noch einmal anschreiben konnte. Frantisek Sedlacek stellte in der 89. Minute den 2:4-Endstand her. Artner sprach in diesem Zusammenhang von einem Elfmeter, „über den man sicher streiten kann“, weil der Arm aus seiner Sicht angelegt gewesen sei und der Ball den Spieler aus kurzer Distanz getroffen habe. Am Gesamtbild wollte er das aber nicht festmachen. „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter das Spiel ganz gut geleitet“, sagte der Trainer. Vor allem aber stellte er den verdienten Auswärtssieg seiner Mannschaft in den Vordergrund. Nach zwei Niederlagen zuletzt war dieses 4:2 für Artner vor allem eines: ein guter Abschluss vor der Winterpause und ein Ergebnis, das der Mannschaft wieder ein besseres Gefühl mitgibt.