Spielberichte

Trotz früher Roter: "Wir sind immer im Spiel geblieben" – Heidenreichstein dreht das Spiel

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USV Allentsteig
Heidenreichstein

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat der USV Allentsteig gegen den FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein mit 1:4 verloren, obwohl die Gäste schon früh in Unterzahl geraten waren. Christian Domini sprach nach dem Auswärtssieg von einem Auftritt, bei dem Heidenreichstein "als Team aufgetreten" sei. Genau das erklärte für ihn auch, warum seine Mannschaft nach dem 0:1 ruhig blieb, die Partie noch vor der Pause drehte und am Ende klar gewann.

Torwart wartet auf Eckball

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Rückschlag, starke Antwort

Für Heidenreichstein begann die Partie alles andere als einfach. Schon in der 18. Minute sah Nico Votava die Rote Karte, wenig später brachte Jakub Vavrina Allentsteig mit 1:0 in Führung. Gerade in so einer Lage kann ein Auswärtsspiel schnell unangenehm werden, doch Domini hatte nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft daran zerbrochen wäre. "Wir haben relativ schnell eine rote Karte gehabt. Die war gerechtfertigt, das muss man dazusagen. Trotzdem sind wir immer im Spiel geblieben und waren die spielstärkere Mannschaft", sagte er. Im Spiel war diese Reaktion auch zu sehen: Ondrej Tomovic glich in der 33. Minute zum 1:1 aus, und noch vor der Pause drehte Jiri Prchal die Partie mit dem 2:1 in der 41. Minute. Dass Heidenreichstein diesen Umschwung noch vor dem Seitenwechsel schaffte, war aus Sicht der Gäste ein ganz wichtiger Schritt.

Beim 2:1 kippte das Gefühl endgültig

Domini machte nach dem Spiel auch klar, wann er die Partie wirklich auf der Seite seiner Mannschaft sah. "Beim 2:1 für uns hatte ich das Gefühl, dass es kippt, weil wir nicht viel zugelassen haben und stärker waren", meinte Domini. Diese Einschätzung passt zum weiteren Verlauf, denn nach der Wende blieb Heidenreichstein aus seiner Sicht das aktivere Team und ließ Allentsteig nur wenig Raum. Lange blieb es beim knappen Vorsprung, ehe die Schlussphase den Auswärtssieg auch auf der Anzeigetafel deutlich machte. In der 82. Minute sah mit Jakob Wagesreiter auch ein Allentsteiger Spieler Rot, damit waren beide Mannschaften nur noch zu zehnt. Unmittelbar danach erhöhte Ondrej Berky auf 3:1. Domini hob dieses Tor besonders hervor und sagte: "Der Freistoß zum 3:1 war sehr schön." In der Nachspielzeit legte Berky noch das 4:1 nach und machte damit endgültig alles klar.

Als Team aufgetreten – und doch noch nicht am Ende

Die wichtigste Erklärung für den Sieg lieferte Domini in einem kurzen, aber sehr klaren Satz: "Dass wir als Team aufgetreten sind." Für ihn war genau das der Punkt, der den Unterschied ausmachte. Heidenreichstein blieb nach dem frühen Platzverweis ruhig, arbeitete sich in die Partie hinein und war für Domini über weite Strecken das bessere Team. "Wir haben den Gegner eigentlich über fast die komplette Spielzeit gebunden", sagte er, ehe er Allentsteig zugleich respektvoll einordnete: "Sie waren nicht schlecht, aber wir waren besser." Trotz des klaren Erfolgs wollte er deshalb nichts schönreden. "In allen Belangen kann man sich verbessern. Man darf nie stehen bleiben. Es war sicher ein Weg in die richtige Richtung, aber man muss gegen solche Gegner wie Allentsteig, die auch sehr aggressiv sind, genauso gegenhalten können." Auch die Spielleitung ordnete er sachlich ein. Es habe "keine richtigen strittigen Szenen" gegeben, beide Roten Karten seien gerechtfertigt gewesen, und der Schiedsrichter habe "eine souveräne Leistung" gebracht. Für Heidenreichstein geht es nun mit 17 Punkten als Sechster in die Winterpause. Ganz abgeschlossen ist das Fußballjahr aber noch nicht, denn laut Domini wird weitertrainiert, ehe es in die Weihnachtsferien geht.

2. Klasse Waldviertel Zentral: USV Allentsteig : Heidenreichst. - 1:4 (1:2)

  • 92
    Ondrej Berky 1:4
  • 83
    Ondrej Berky 1:3
  • 41
    Jiri Prchal 1:2
  • 33
    Ondrej Tomovic 1:1
  • 20
    Jakub Vavrina 1:0