In der 17. Runde der 2. Klasse Wechsel setzte sich der SC Neunkirchen beim ATSV Puchberg klar mit 4:1 durch. Die Gäste legten vor, kassierten zwar rasch den Ausgleich, antworteten aber umgehend und stellten noch vor der Pause die Führung wieder her. Nach dem Seitenwechsel legte Neunkirchen nach. Sportchef Leon Balaj sprach von einem kontrollierten Auftritt: "Wir waren von Beginn an dominant, der Sieg war nie gefährdet. Besonders in der zweiten Halbzeit waren wir überlegen."
Neunkirchen trat von Beginn an selbstbewusst auf und untermauerte die Ansage des Sportchefs: "Wir haben vom Start weg gezeigt, dass wir gewinnen wollen." Nach rund 25 Minuten stellte Marcel Weinzettl auf 0:1 – Balaj nannte es "einen sehenswerten Weitschuss". Puchberg schlug jedoch zurück: Nur vier Minuten später egalisierte Patrik Kökeny per Freistoß zum 1:1, auch das ein sauberer Treffer, wie Balaj anerkannte: "Der Ausgleich war ein sehr guter Freistoß." Neunkirchen ließ sich davon nicht beirren. "Zwei, drei Minuten später haben wir das 2:1 gemacht", berichtete Balaj – Tahsin Selik traf in Minute 32 und brachte die Gäste wieder in Führung. Mit der 1:2-Führung ging es in die Kabinen, das war der psychologisch wichtige Schlag noch vor der Pause.
Aus der Halbzeit kam Neunkirchen mit noch mehr Zug nach vorne. "Besonders in der zweiten Halbzeit waren wir überlegen", fasste Balaj zusammen. Seine Mannschaft blieb geduldig, gewann die wichtigen Zweikämpfe und setzte nach, ohne hinten viel zu riskieren. In der Schlussphase fiel dann die Vorentscheidung: Adhurim Hasi erhöhte in der 76. Minute auf 1:3. Kurz darauf legte Lukas-Stefan Weber nach und stellte in Minute 80 auf 1:4. Für Balaj war damit alles klar: "Nach dem 3:1 war die Entscheidung gefallen." Der Sportchef hob dabei das Kollektiv hervor: "Jeder hat für jeden gekämpft – so bekommst du am Ende das Ergebnis auf deine Seite."
Balaj zeigte trotz des deutlichen Ergebnisses Respekt für den Gegner: "Puchberg war sehr kampfstark, aber sie haben sehr defensiv gespielt." Genau das spielte den Gästen in die Karten, die mehr vom Spiel hatten und ihre Momente eiskalt nützten. Über den Unparteiischen verlor der Sportchef keine schlechten Worte: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Auf die Kernfrage nach dem Unterschied an diesem Abend antwortete er ohne Umschweife: "Man hat von der ersten Minute an gesehen, dass unser Team dominanter war und den Sieg mehr wollte." Mit dem Auswärtssieg steht Neunkirchen nach 17 Spielen bei 34 Punkten auf Rang zwei, Puchberg hält nach ebenso 17 Partien bei 13 Zählern und rangiert auf Platz zehn. Für Neunkirchen gilt es nun, die gezeigte Stabilität mitzunehmen und weiter dranzubleiben.