In der 2. Klasse Wechsel hat der USC Krumbach den SV Grünbach trotz 1:2-Pausenrückstands noch mit 5:2 geschlagen. Aus Sicht der Gäste kippte die Partie nach dem Seitenwechsel komplett. Obmann Harald Winkler sprach von einem guten Beginn, zwei schmerzhaften Ausfällen und davon, dass sein Team die körperliche Robustheit des Gegners am Ende nicht mitgehen konnte.

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Die Partie begann für Grünbach zunächst denkbar ungünstig, denn schon in der 9. Minute brachte ein Eigentor von Miroslav Kubasak die Hausherren mit 1:0 in Führung. Die Gäste antworteten aber schnell und zeigten in dieser Phase genau das, was Harald Winkler später als guten Start bezeichnete. Frederik Druska glich nur zwei Minuten nach dem Rückstand zum 1:1 aus, und in der 36. Minute stellte Patrik Gajan sogar auf 2:1 für Grünbach. Damit hatte die Auswärtsmannschaft das Spiel vor der Pause gedreht und ging mit einem Vorsprung in die Kabine. Nach 45 Minuten sprach also vieles dafür, dass Grünbach an diesem Abend etwas Zählbares mitnehmen könnte.
Was sich vor der Pause noch ordentlich für Grünbach angelassen hatte, änderte sich nach Wiederbeginn sehr rasch. Krumbach kam in der 56. Minute durch Constantin Aigner zum 2:2, und nur zwei Minuten später sorgte Lukas Riegler mit dem 3:2 dafür, dass die Partie komplett gedreht war. Damit war der Bruch im Spiel der Gäste klar sichtbar, weil die Gastgeber dranblieben und Grünbach nicht mehr zurückfand. Christoph Höfer erhöhte in der 65. Minute auf 4:2, ehe David Kager in der 77. Minute den Endstand von 5:2 fixierte. Winkler fasste diese Phase knapp zusammen: "Die Tore von Krumbach nach der Pause haben logischerweise zum Sieg geführt, nachdem wir zur Halbzeit 2:1 geführt haben."
Bei der Frage nach den Gründen für die Niederlage wurde der Grünbacher Obmann sehr konkret. Einen wesentlichen Wendepunkt verortete Winkler "im Ausfall von zwei Schlüsselspielern, Abwehrchef Dominik Winkler und Kristian Kutak, die verletzungsbedingt während des Spiels ausgeschieden sind". Dazu kam aus seiner Sicht ein zweiter Punkt, der das Spiel nach der Pause immer stärker in Richtung Krumbach schob. "Die körperliche Robustheit hat den Gegner ausgezeichnet", sagte er. Gerade in der zweiten Halbzeit habe sich das bemerkbar gemacht. Grundsätzlich habe es sich zwar um "einen Gegner auf Augenhöhe" gehandelt, Krumbach sei Grünbach nach dem Seitenwechsel aber "sicherlich überlegen" gewesen.
Viel Positives wollte Winkler unmittelbar nach Spielende nicht mitnehmen. Auf die Frage, was trotz der Niederlage hängen bleibt, antwortete er kurz und deutlich: "Nichts." Das passte zur Enttäuschung über einen Abend, an dem Grünbach nach einer starken Reaktion auf den frühen Rückstand und einer 2:1-Pausenführung am Ende doch klar verlor. Diskussionen über den Unparteiischen machte Winkler dagegen nicht auf, er habe eben so gepfiffen und agiert, wie er immer ist. In der Tabelle hält Krumbach nach zehn Runden bei 20 Punkten und liegt auf Rang drei, Grünbach bleibt mit 12 Zählern Siebenter. Für die Gäste bleibt vor allem die Erinnerung an zwei völlig unterschiedliche Hälften.