In der 2. Klasse Wechsel hat USC Hochneukirchen beim SIVAG SC Zöbern ein 1:1 geholt und sich den Punkt nach Einschätzung von Trainer Andreas Renner „erkämpft und auch verdient“. Die Gäste gingen durch Stefan Reschreiter in Führung, mussten kurz vor der Pause aber noch den Ausgleich durch Patrick Luef hinnehmen. Genau dieses Gegentor vor dem Seitenwechsel war für Renner im Nachhinein der Moment, der die Partie in eine andere Richtung drehte.

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Renner war vor allem mit dem Start seiner Mannschaft sehr einverstanden. Hochneukirchen ging die Partie mutig an, störte früh und legte die Basis mit viel Laufarbeit und Zweikampfstärke. „Wir sind sehr gut in das Match gestartet. Wir waren sehr aggressiv, sehr laufstark und haben Zöbern früh attackiert“, sagte der Trainer. Genau das sei der Plan gewesen, weil man gewusst habe, dass die Gastgeber ihr Spiel über das Mittelfeld aufziehen wollten. Hochneukirchen machte es Zöbern damit zunächst schwer und kam auch selbst zu Umschaltmomenten. Einer davon saß in der 19. Minute. Renner sprach von einem „sehenswerten Tor über drei, vier Stationen“, ehe Stefan Reschreiter vor dem Torwart die Nerven behielt und zum 0:1 einschob. Aus Sicht des Trainers war diese Führung zu diesem Zeitpunkt keineswegs gestohlen.
Bis kurz vor der Pause setzte Hochneukirchen seinen Plan laut Renner ordentlich um, auch wenn Zöbern schon in dieser Phase mehr Ballbesitz hatte und das Spiel machen wollte. Dann fiel in Minute 44 aber doch noch das 1:1, und genau dieses Tor blieb beim Gäste-Coach hängen. „Das 1:1 war wahrscheinlich der entscheidende Moment. Das dürfen wir so kurz vor der Pause nicht bekommen“, sagte Renner klar. Er beschrieb den Treffer als Eckball, der flach hereinkam, nicht sauber geklärt wurde und am zweiten Pfosten bei Patrick Luef landete, der nur mehr einschieben musste. Für Renner lag darin die verpasste Chance des Nachmittags. Mit einer 1:0-Führung in die Kabine zu gehen, hätte die Ausgangslage für die zweite Hälfte verändert. So konnte Zöbern aus dem Unentschieden heraus sofort Druck aufbauen.
In der zweiten Hälfte sah Renner dann eine noch stärkere Zöberner Mannschaft. Die Gastgeber legten laut seiner Einschätzung „noch ein Schauferl drauf“, wurden im Spiel mit dem Ball noch besser und kamen auch zu guten Möglichkeiten. Hochneukirchen musste diese Phase anders lösen als noch zu Beginn und lebte nun vor allem von Einsatz, Disziplin und viel Arbeit gegen den Ball. „Wir konnten wirklich nur mehr mit Lauf- und Zweikampfstärke dagegenhalten“, meinte Renner. Genau das tat seine Mannschaft aber mit großer Konsequenz. Besonders hervor hob der Trainer den eigenen Tormann, der „einen sensationellen Tag hatte“ und einige gute Chancen zunichtemachte. Und wenn der Schlussmann nicht eingreifen musste, warf sich die Abwehr laut Renner „in alles rein, was dahergekommen ist“. Deshalb fiel sein Gesamturteil auch eindeutig aus: „Zöbern hatte mehr vom Spiel, aber durch unseren Willen haben wir uns diesen Punkt erkämpft.“
Ganz zufrieden war Renner trotz des Achtungserfolgs beim Tabellenzweiten nicht in jedem Punkt. Er sah durchaus die Möglichkeit, noch mehr mitzunehmen, wenn Hochneukirchen die Konter nach der Pause sauberer ausgespielt hätte. „Wir hatten die Möglichkeit, aber es ist am letzten Pass gescheitert. Da müssen wir uns eindeutig verbessern und steigern“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er die Leistung des Gegners sehr hoch ein. Zöbern sei „erwartet stark“, sehr spielfreudig und für ihn „wahrscheinlich einer der Titelfavoriten“. Umso mehr Gewicht hat aus seiner Sicht das Remis. Am Rande sprach Renner auch noch von einem Schiedsrichter „mit leichter Heimtendenz“, stellte aber den sportlichen Wert des Punktes klar in den Vordergrund. Für Hochneukirchen bleibt damit ein Auswärtsspiel, in dem man viel arbeiten musste, in dem der Matchplan lange aufging und in dem man sich gegen einen starken Gegner mit viel Einsatz belohnte.