Nach dem Auswärtsspiel von SC Dürnkrut bei SG Poysbrunn-F./Ottenthal in der 2. Klasse Weinviertel wirkte Trainer Mario Nikic gelöst und zugleich fordernd. Er sprach von einer sehr guten ersten Hälfte, einem kurzen Zittern nach der Pause und einem konsequenten Abschluss. Besonders hob er die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor, ärgerte sich aber über die späten Gegentore – der aktuelle Schwung soll nun in die kommenden Aufgaben mitgenommen werden.

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Nikic ordnete die Partie über Haltung und Klarheit seines Teams ein. Sein Fazit fiel eindeutig aus: "Es war eine gute erste Hälfte von meiner Mannschaft, eine verdiente Führung. In der zweiten Halbzeit haben wir zehn Minuten ein bisschen gelitten und dann haben wir den Sack zugemacht. Die Tore, die wir bekommen haben, waren am Ende komplett unnötig. Eine komplett verdiente und taktisch sehr gut gespielte Partie von meiner Mannschaft."
Im Rückblick sah Nikic ein klares Chancenplus und eine konzentrierte Defensivleistung vor der Pause: "In der ersten Halbzeit hatte der Gegner nur einen Freistoß, den unser Tormann gut gehalten hat. Wir hatten mehrere gute Ansätze – einmal läuft unser Stürmer allein aufs Tor, leider nicht verwertet. Über das ganze Spiel hinweg hatten wir bei den Chancen die Oberhand." Den Ballbesitz taxierte er als eher ausgeglichen, ohne dass dies den Rhythmus seiner Elf störte. Standards spielten kaum eine Rolle, strittige Szenen blieben aus.
In der 43. Minute brachte Edin Dilaver den SC Dürnkrut mit 1:0 in Führung; nach einer kurzen Drangphase der Gastgeber erhöhte Sina Bahrami in Minute 62 auf 2:0. Dilaver legte in der 70. Minute das 3:0 nach und stellte in der 96. Minute sogar auf 4:1. Erst in der turbulenten Schlussphase verkürzten die Hausherren zuerst durch Adam Sevcik (92.) auf 3:1 und durch Daniel Fischer (96.) auf 4:2 – genau jene späten Gegentreffer, die Nikic als unnötig einstufte. Der Coach verband den Abend mit einer klaren Botschaft an sein Team: "Wir wollen weiter so machen. Wir haben jetzt zwei Spiele am Stück gewonnen und wollen genauso weitermachen. Wir wollen es jedem Gegner unangenehm machen und den positiven Trend fortsetzen." Den kollektiven Auftritt stellte er ausdrücklich über Einzelleistungen: "Ich möchte die gesamte Mannschaft hervorheben – diszipliniert, lauffreudig, geschlossen und am Ende komplett verdient gewonnen."