Hans Kraus, Trainer von SV Jedenspeigen-Sierndorf, ordnete das Heimspiel in der 2. Klasse Weinviertel gegen den SCU Altlichtenwarth als offen, aber weitgehend kontrolliert ein. Seine Bilanz: ausgeglichene Torchancen bei leichtem Plus für sein Team, ein mutiger Plan mit frühem Pressing und Dominanz bis zum 3:1 – gefolgt von einer hektischen Schlussphase. Insgesamt empfand Kraus den Ausgang als gerecht, auch wenn ein Remis möglich gewesen wäre.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Matchplan war klar: den Gegner von Beginn an hoch anlaufen und früh unter Druck setzen. Das funktionierte zunächst gut, doch Altlichtenwarth nutzte die erste große Gelegenheit: In der 10. Minute traf Mihailo Djordjevic zum 0:1. Die Reaktion kam prompt: Bereits in der 11. Minute stellte Zsolt Tamasi auf 1:1. Kurz vor der Pause drehte Tamasi die Partie mit seinem zweiten Treffer (42.) auf 2:1 – mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn blieb Jedenspeigen am Drücker: Semir Janota erhöhte in der 52. Minute auf 3:1 – der Treffer sollte sich als entscheidend erweisen. Danach verlor der Gastgeber etwas an Kontrolle, Altlichtenwarth kam wieder auf: Jürgen Tanzer verkürzte in der 74. Minute auf 3:2. Die Schlussphase geriet zur Nervenprobe, in der Jedenspeigen den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit brachte. Für Kraus war das Ergebnis unterm Strich verdient; die klar bessere Phase bis zum 3:1 sprach aus seiner Sicht für seine Mannschaft.
Kraus zollte der Offensive der Gäste Respekt und merkte an, dass Altlichtenwarths Flügelspieler Radim Kleiber verletzungsbedingt vorzeitig vom Feld musste – ein Umstand, der Jedenspeigen möglicherweise in die Karten spielte. Im eigenen Kader fehlten weiterhin wichtige Kräfte: Radim Cech und Gregor Ulrich standen nicht zur Verfügung. Das Fazit des Trainers: couragiertes Anlaufen, effiziente Momente in der Offensive – und am Ende der verdiente Lohn in einer wild gewordenen Schlussphase.