Spielberichte

Roman Lanscha (Trainer FC Wilfersdorf): "Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff"

Altlichtenwarth
FC Wilfersdorf

In der 2. Klasse Weinviertel feierte der FC Wilfersdorf beim SCU Altlichtenwarth einen klaren 3:0-Auswärtssieg. Die Gäste führten schon zur Pause 1:0 und legten nach dem Seitenwechsel zweimal nach. Trainer Roman Lanscha sprach von einer reifen Vorstellung: „Wir hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff, es gab sehr viele - wenn auch teils nicht genaue - Abschlüsse, sowie auch noch zwei Mal Alluminium.“ Altlichtenwarth tat sich schwer, versuchte es vor allem über lange Bälle, während Wilfersdorf hinten sicher stand und vorne einen Teil der Chancen eiskalt nutzte.

Tormann beim Abstoß

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Wilfersdorf kontrolliert früh – Führung nach Eckball

Das Spiel begann bitter für die Hausherren: Gleich in den ersten Minuten verletzte sich ein Altlichtenwarth-Spieler – Roman Lanscha wünschte dem Gegner alles Gute: „Da wünschen wir natürlich alles Gute, das sah nicht gut aus.“ Danach übernahmen die Gäste das Kommando. „Sehr reifer Auftritt meiner Burschen. Altlichtenwarth hat mit langen Bällen und Kontern versucht, sich Räume zu verschaffen, aber unsere Verteidiger haben das jedes Mal fantastisch gelöst“, erklärte der Wilfersdorfer Trainer. In Minute 37 fiel die Führung: Yassin Abu El Hosna traf nach einer einstudierten Eckballvariante zum 0:1. Lanscha dazu: „Unser Stürmer ging aufs lange Eck und bekam den Ball gut in die Mitte. Ich freue mich für den Torschützen sehr, weil er bis jetzt mit einem Mittelfußbruch ausgefallen ist.“ Mit dem 0:1 ging es auch in die Pause.

Nach der Pause legt Wilfersdorf nach

Nach dem Seitenwechsel blieb Wilfersdorf das aktivere Team und ließ hinten nichts zu. Die Gäste spielten geduldig, suchten immer wieder die Lücke – und fanden sie. In der 61. Minute erhöhte Martin Fuxa auf 0:2, der Treffer fiel nach einem gut herausgespielten Angriff. „Das zweite Tor war gut rausgespielt“, fasste Lanscha knapp zusammen. Altlichtenwarth öffnete in der Schlussphase deutlich, wollte noch einmal herankommen. Wilfersdorf blieb ruhig und setzte auf Umschaltmomente. In der Nachspielzeit gelang die endgültige Entscheidung: Niklaas Brabec stellte in Minute 90+1 nach einem Gegenstoß auf 0:3. „Das dritte Tor war ein schöner Konter, weil der Gegner umgestellt und offensiver gespielt hat“, so der Trainer.

Geschlossene Einheit, breiter Kader – und ein Blick nach vorne

Abseits der Tore gefiel dem Coach vor allem der Auftritt als Kollektiv. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist momentan top. Seit der Niederlage gegen Rabensburg haben wir zwei Wochen fantastisch trainiert und das im vorigen Match wie auch jetzt super umgesetzt, hätten beide Male sogar noch höher gewinnen können. Wir werden immer mehr eine eingeschweißte Einheit, es geht steil nach oben“, sagte Lanscha. Auch die Kadersituation passt wieder: „Wir können fast aus dem Vollen schöpfen. Wir haben nur mehr zwei Verletzte, der Konkurrenzkampf lebt – das merkt man im Training und im Spiel. Ich bin super happy mit all meinen Spielern, auch den Ersatzspielern.“ Zur Leitung meinte er nüchtern: „Der Schiedsrichter hätte vielleicht in der einen oder anderen Aktion eine Gelbe zeigen können, für beide Seiten. Weil das Spiel sehr einseitig war, war das aber nicht wichtig.“ In der Tabelle steht Wilfersdorf nach 20 Runden mit 36 Punkten auf Rang fünf und möchte wieder zurück Richtung Platz 2.

2. Klasse Weinviertel: Altlichtenwarth : Wilfersdorf - 0:3 (0:1)

  • 91
    Niklaas Brabec 0:3
  • 61
    Martin Fuxa 0:2
  • 37
    Yassin Abu El Hosna 0:1