In der 20. Runde der 2. Klasse Weinviertel verlor der USC Eibesthal beim USV Sulz mit 2:3 (2:2). Dreifach-Torschütze Roman Sirota entschied die Partie spät, während Eibesthal zweimal durch Cenek zurückkam. Trainer Jiri Unger haderte weniger mit der Leistung als mit dem Zeitpunkt des Gegentreffers: "Es ist eine bittere Niederlage, kurz vor Schluss solch ein Gegentor zu kassieren." Gleichzeitig betonte er: "Wir hatten mehr klare Torchancen" – der Glaube an die eigene Stärke blieb trotz des Resultats erhalten.

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Die Begegnung nahm schon in Hälfte eins richtig Fahrt auf. Roman Sirota brachte Sulz in Minute 25 mit 1:0 in Front, doch Eibesthal antwortete nur drei Minuten später: Cenek stellte in der 28. Minute auf 1:1. Fast im Gegenzug legte Sirota wieder vor und traf in der 29. Minute zum 2:1. Kurz vor der Pause war Cenek erneut zur Stelle und besorgte in Minute 43 das 2:2, mit dem es auch in die Kabine ging. Nach Wiederbeginn blieb die Partie offen, die Gäste wirkten laut ihres Trainers sogar gefährlicher. Unger meinte: "Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir gegen eine starke Mannschaft das Spiel dominiert." Als vieles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Sulz kurz vor Schluss doch noch zu: In Minute 87 machte Sirota mit seinem dritten Treffer den 3:2-Heimsieg fix.
Jiri Unger suchte nach Abpfiff nicht nach Ausreden, sondern nach den richtigen Worten für eine couragierte Auswärtsleistung. "Eibesthal hat in Sulz sehr gut gespielt. Die Spieler haben eine disziplinierte und kämpferische Leistung gezeigt", stellte der Trainer klar und ergänzte: "Wir hatten sogar mehr klare Torchancen als die Heimmannschaft." Den Knackpunkt sah er im letzten Gegentreffer: "Das letzte Tor war nicht optimal, aber ohne Kritik." Insgesamt blieb sein Ton wertschätzend – auch gegenüber dem Unparteiischen: "Keine Kritik am Schiedsrichter. Wir sind nur Menschen." Statt Einzelspieler hervorzuheben, rückte Unger den Zusammenhalt in den Vordergrund: "Wir sind eine Mannschaft, alle gemeinsam. Alle waren sehr gut. Ich muss alle noch einmal sehr loben." Damit war die Botschaft eindeutig: Die Niederlage ändert nichts am Vertrauen in die Gruppe.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt die Ausgangslage: Sulz steht nach 20 Runden mit 37 Punkten im Vorderfeld, Eibesthal hält bei drei Zählern und zahlt oft knapp Lehrgeld. Die Vorstellung in Sulz nährt dennoch Hoffnung. Unger sagte selbstbewusst: "Sulz ist eine starke Mannschaft, aber wir waren ein bisschen besser, gefährlicher. Wir sind momentan in guter Form und alle Mannschaften haben vor uns Respekt."
Für die nächsten Aufgaben gibt er die Richtung vor: "Unsere Motivation ist jetzt, noch mehr Punkte zu holen gegen die nächsten Gegner." Zugleich beschrieb er das Umfeld ehrlich: "Die Atmosphäre ist nicht so leicht im Moment. Ab nächstem Jahr ist es die Bezirksklasse, aber das ist etwas anderes." Zwischen Anspruch und Realität liegt der Fokus klar auf dem, was die Mannschaft beeinflussen kann – weiter arbeiten, Chancen nutzen, Punkte sammeln.