Im Freitagsspiel der 2. Klasse Weinviertel setzte sich die SG Schrattenberg/Drasenhofen beim SV Jedenspeigen-Sierndorf mit 4:2 durch. Die Gäste stellten schon nach 28 Minuten auf 4:0 (Vlcek, Klimes, Hlaic, Pitel). Ein Eigentor brachte Jedenspeigen vor der Pause heran, nach Seitenwechsel traf Tamasi zum 2:4. Trainer Helmut Janecek sprach von einem Blitzstart und von einem gehaltenen Elfer der Hausherren als Knackpunkt.

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Die Geschichte dieses Spiels nahm gleich in den Anfangsminuten Fahrt auf. Schrattenberg/Drasenhofen erwischte einen Traumstart und lag nach Treffern von Frantisek Vlcek (3.), Jiri Klimes (10.), Josip Hlaic (21.) und Martin Pitel (28.) bereits klar mit 4:0 voran. Trainer Helmut Janecek fasste diese Phase so zusammen: „In den ersten dreißig Minuten ist bei uns alles aufgegangen. Man kann fast sagen: Jeder Angriff war ein Tor.“ Die Hausherren fanden zunächst kaum Zugriff. „Der Gegner war, nachdem wir relativ rasch Tore gemacht haben, eigentlich komplett von der Rolle“, meinte Janecek. Kurz vor der Pause kam Jedenspeigen-Sierndorf jedoch durch ein Eigentor von Pitel zum 1:4 (37.) und durfte zur Halbzeit zumindest wieder hoffen.
Nach dem Wechsel drehte Jedenspeigen-Sierndorf auf. „Nach der Pause war klar, dass Jedenspeigen kommen wird und drücken wird. Wir haben uns ein bisschen reindrücken lassen und nur mehr vereinzelt Konter gesetzt“, erklärte Janecek. In der 55. Minute verkürzten die Gastgeber durch Zsolt Tamasi auf 2:4. Aus Sicht des Trainers bekamen die Hausherren anschließend zwei Strafstöße: „Sie machen den Elfer zum 2:4, kurz darauf gibt’s noch einen – und den hält unser Tormann.“ Für ihn war das der Knackpunkt: „Der gehaltene Elfer in der 75. Minute war entscheidend. Das wäre das 3:4 gewesen, dann wäre es noch einmal richtig heiß geworden.“ Zur Leitung des Unparteiischen blieb Janecek sachlich: „Im Großen und Ganzen war das in Ordnung. Aus meiner Position waren die Elfer schwer zu beurteilen.“
Auch wenn der Sieg mit 4:2 letztlich sicher eingefahren wurde, nahm Janecek eine klare Lehre für seine Mannschaft mit. „Eigentlich war mir nach den ersten dreißig Minuten klar, dass wir gewinnen werden. Aber wenn man sich zu sicher ist und der Gegner diese ‚scheiß-mir-nix‘-Mentalität zeigt, dann wird es im Fußball noch einmal spannend“, sagte der Coach. Sein Verbesserungspunkt ist deutlich: „Nach einer sicher geglaubten Führung darfst du nicht abschalten. Du musst weiterspielen und nichts hergeben.“ Gleichzeitig überwog die Erleichterung: „Die Stimmung für Freitagabend war sehr gut – und uns ist ein Sieg geglückt nach den vielen Unentschieden im Frühjahr.“ In Runde 24 hält Schrattenberg/Drasenhofen damit bei 34 Punkten und rangiert auf Platz neun, Jedenspeigen-Sierndorf steht mit 28 Zählern auf Rang zehn – ein Ergebnis, das Janecek als „unter Anführungszeichen verdienten Erfolg“ einordnete.