In der 2. Klasse Weinviertel hat der USC Eibesthal am Samstag den Heimauftritt gegen Herrnbaumgarten nach 1:3-Rückstand noch eindrucksvoll mit 6:3 gewonnen. Nach Angelo Kostics frühem Doppelpack drehte Cenek Cenek mit drei Treffern das Spiel, ehe Karl König und Ondrej Konecny spät nachlegten. Trainer Jiri Unger sprach von großer Euphorie und hob das 3:3 als Knackpunkt hervor. „Das war der zweite Erfolg in Serie“, sagte er, „und nach dem Match war die Atmosphäre wunderschön – dafür spielen wir Fußball.“

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Eibesthal begann sichtlich verkrampft. Trainer Jiri Unger nahm die Favoritenrolle, die er seiner Mannschaft nur selten zuschreibt, als Belastung wahr: „Das war heuer das erste und letzte Spiel, in dem Eibesthal Favorit war. Damit tun wir uns schwer.“ Herrnbaumgarten nutzte die Unsicherheit eiskalt. Angelo Kostic traf in der 10. Minute zum 0:1 und legte in Minute 22 das 0:2 nach. „Unsere Spieler waren von der ersten Minute an nervös, wir sind diese Rolle nicht gewohnt“, erklärte Unger. Kurz vor der Pause meldete sich Eibesthal aber zurück: Roman Zeman verkürzte in der 35. Minute auf 1:2, zur Halbzeit stand es 1:2 – ein wichtiges Lebenszeichen, das das Spiel offenhielt.
Nach der Pause schien die Partie erst in die falsche Richtung zu kippen: Kostic stellte in der 55. Minute auf 1:3. Eibesthal blieb jedoch dran, Unger reagierte und brachte frische Kräfte. „Vier Leute mussten raus, die Bank hat einen sehr guten Impuls gebracht. Das war der Moment, der entschieden hat“, sagte der Coach. Der Aufwind war spürbar: Cenek Cenek traf in der 63. Minute zum 2:3 und nur drei Minuten später zum 3:3. Genau dieses Tor bezeichnete Unger als Wendepunkt: „Der wichtigste Moment war das 3:3, dieses Tor hat alles gerettet.“ Mit dem Ausgleich war die Nervosität abgefallen, Eibesthal hatte jetzt mehr vom Spiel und blieb am Drücker.
Der Abend gehörte dann endgültig Cenek Cenek: In der 73. Minute machte der Stürmer seinen Dreierpack perfekt und drehte die Partie auf 4:3. Herrnbaumgarten fand darauf keine Antwort mehr. Eibesthal blieb konsequent und setzte in der Schlussphase noch zwei Ausrufezeichen: Karl König erhöhte in der 88. Minute auf 5:3, Ondrej Konecny stellte in der Nachspielzeit (90+1) den 6:3-Endstand her. Unger lächelte: „Das letzte Tor war die Kirsche auf der Torte für die Zuschauer.“ Zum Matchwinner meinte er: „Cenek ist unser Goalgetter, im Moment sicher unter den drei Besten in der Liga. Nach zehn Spielen hat er 14 Tore – das ist etwas anderes als letztes Jahr.“ Gleichzeitig blickte er auf das große Ganze: „Wir spielen jetzt jeden Match wie den letzten und mit großer Freude. Schade, dass dieser Erfolg erst 15 Spiele später kommt.“ In der Tabelle liegt Eibesthal dennoch auf Rang 14, Herrnbaumgarten auf 13 – aber die Richtung stimmt.