In der 2. Klasse Weinviertel kassierte der FC Wilfersdorf gegen die SG Poysbrunn-F./Ottenthal eine deutliche 2:6-Heimniederlage. Die Gäste legten früh vor und nutzten Wilfersdorfer Fehler eiskalt, zur Pause stand es 1:4. Nach dem schnellen Anschluss gleich nach Wiederbeginn keimte kurz Hoffnung, doch die Rote Karte und zwei späte Gegentore besiegelten den Abend. Trainer Roman Lanscha sprach von einer verdienten Niederlage, ärgerte sich aber vor allem über Eigenfehler und einen aus seiner Sicht klar falschen Pfiff vor dem frühen 0:1.

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Die Partie kippte für Wilfersdorf schon in der Anfangsphase. Nach vier Minuten stellte Radim Dvorak auf 0:1 – ein Treffer, der aus Sicht von Roman Lanscha im Abseits stand: „Begonnen hat das Ganze mit einem eklatanten Schiedsrichterfehler, ein klares Abseits vor dem 1:0.“ Die Hausherren bekamen den Schock nicht weg, und es wurde noch teurer. Ein Eigentor von Marcel Krajicek zum 0:2 (13.) und der nächste Nackenschlag durch Alexander Kaiser zum 0:3 (15.) ließen Poysbrunn davonziehen. Wilfersdorf kam durch ein Eigentor von Stefan Schuster zwar auf 1:3 heran (35.), doch kurz vor der Pause legte Kaiser mit seinem Doppelpack zum 1:4 nach (44.). „Wir haben verdient verloren, es waren einfach zu viele Eigenfehler“, ordnete Lanscha den ersten Abschnitt ein und ergänzte kritisch: „Das zweite und das dritte Tor waren bei uns Tormann/Abstimmungsfehler.“
Direkt nach Wiederanpfiff meldete sich der FCW zurück. Martin Fuxa traf in der 46. Minute zum 2:4, und für einen Moment wirkte es so, als könnte noch etwas gehen. „Uns hat aber der Mut gefehlt, mehr zu spielen. Wir waren zu ängstlich, zu vorsichtig im Aufbau bis ins letzte Drittel“, sagte Lanscha selbstkritisch. In der 74. Minute folgte die Rote Karte gegen Josef Niessler – eine Entscheidung, die der Wilfersdorf-Coach deutlich infrage stellte: „Er hat klar den Ball gespielt, trotzdem Rot. Das ist einfach frech.“ Am Ausgang habe das nichts mehr geändert, hielt er fest. Poysbrunn setzte in Überzahl schnell den Deckel drauf: Marcel Machac erhöhte auf 2:5 (76.), ehe Dvorak mit einem Traumtor zum 2:6-Endstand traf (82.).
Nach dem Schlusspfiff fand Roman Lanscha deutliche Worte – in Richtung eigener Mannschaft, aber auch in Richtung Unparteiischer. „Der Schiedsrichter war katastrophal, die schlechteste Leistung, die ich in meiner kurzen Trainerlaufbahn gesehen habe“, sagte er, betonte jedoch zugleich: „Der Gegner war über 90 Minuten überlegen.“ Poysbrunn überraschte den FCW dabei nicht: „Die haben genau das gespielt, was wir erwartet haben – gutes Kombinationsspiel über den Zehner und den linken Flügel, dann den Stürmer in die Tiefe. Wir haben es leider nicht verteidigen können.“ Positives wollte er nicht herausstreichen: „Gibt nichts.“ In der Tabelle halten nach 24 Runden sowohl Wilfersdorf als auch Poysbrunn bei 40 Punkten, die Gäste liegen aktuell voran. Für Wilfersdorf zählt nun die Reaktion: „Wir haben jetzt zwei Derbys, das müssen wir ordentlich aufarbeiten und die Saison stark mit 6 Punkten abschließen.“