Zum Auftakt in der 2. Klasse Weinviertel hat sich USC Wetzelsdorf im Heimspiel gegen SG Schrattenberg/Drasenhofen mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach einer starken ersten Stunde und der Pausenführung durch Elias Frantz sah es lange nach einem gelungenen Start aus. Doch weil Wetzelsdorf das zweite Tor nicht nachlegte und in der Schlussphase an Kontrolle verlor, glich Roman Körner in der 88. Minute noch aus.

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Der Start in die neue Saison war für USC Wetzelsdorf genau so, wie Wolfgang Lehner ihn erwartet hatte: unangenehm, umkämpft und gegen einen erwarteten starken Gegner gleich eine echte Standortbestimmung. „Gerade beim ersten Meisterschaftsspiel weiß man nicht genau, wo man steht, auch wenn man eine gute Vorbereitung gespielt hat“, sagte der Obmann nach der Partie. Auf dem Platz sprach zunächst aber viel für die Heimelf. Wetzelsdorf war laut Lehner „über sechzig Minuten die tonangebende Mannschaft“ und hatte auch bei den Spielanteilen Vorteile. Gleich zu Beginn stand ein Lattenschuss der Gastgeber, in der ersten Halbzeit trafen aber auch die Gäste einmal die Latte. In der 30. Minute brachte Elias Frantz die Wetzelsdorfer mit dem 1:0 in Führung, mit diesem Vorsprung ging es dann auch in die Pause.
Die Führung passte zur ersten Stunde, sie blieb aber zu knapp. Genau das sprach Lehner nach dem Schlusspfiff deutlich an. „Wir haben es in diesen sechzig Minuten verabsäumt, ein zweites Tor zu schießen“, sagte er. Wetzelsdorf kam zwar zu vielen Offensivaktionen, spielte diese aber nicht zwingend genug fertig. Damit blieb die Partie offen, und ab etwa der 65. Minute änderte sich das Bild. SG Schrattenberg/Drasenhofen wurde stärker, drückte auf den Ausgleich und übernahm in der Schlussphase immer mehr Initiative. Wetzelsdorf hatte zwar noch Kontermöglichkeiten, konnte die Entscheidung aber nicht nachlegen. So fiel in der 88. Minute durch Roman Körner noch das 1:1, das den Verlauf der letzten Minuten aus Sicht der Gastgeber bitter machte, insgesamt aber zum späten Druck der Gäste passte.
Lehner machte keinen Hehl daraus, woran es aus seiner Sicht lag, dass aus dem Auftaktsieg nichts wurde. „Wir haben eigentlich das Spiel unter Kontrolle gehabt. Bis zur sechzigsten Minute hatten wir sicher auch die größeren Spielanteile“, sagte er. Gleichzeitig sah er aber auch die Schwächen im Wetzelsdorfer Offensivspiel. „Wir waren gefährlich, aber die ganz zwingenden Chancen wurden nicht zu Ende gespielt.“ Dazu kam, dass ab der ersten Stunde kräftig gewechselt wurde. „Es ist dann ab der sechzigsten Minute durchgetauscht worden, damit auch die jungen Spieler zu ihrer Spielzeit in der Kampfmannschaft kommen“, erklärte Lehner. Den jungen Spielern stellte er dabei ausdrücklich ein gutes Zeugnis aus, denn „sie haben das sehr gut gemacht“. Darum fiel auch seine Gesamtbewertung nicht negativ aus: „Im Prinzip darf man mit der Leistung der Mannschaft absolut zufrieden sein.“
Dass es am Ende bei der Punkteteilung blieb, konnte Lehner deshalb auch einordnen. „Aufgrund der Drangphase der letzten zwanzig Minuten geht das Unentschieden wahrscheinlich in Ordnung. Ich glaube, es können beide mit der Punkteteilung zufrieden sein“, meinte er. Dazu passte auch sein Eindruck von einem intensiven, aber sauberen Auftaktspiel. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn keine, vielmehr sprach er von einem „kampfbetonten, aber fairen Spiel“ auf sehr gutem Niveau. Vor dem Anpfiff hatte der Abend in Wetzelsdorf allerdings noch einen stillen und traurigen Moment: Mit einer Trauerminute gedachte der Verein eines verstorbenen langjährigen Spielers und Trainers. „Er war immer ein Teil der USC-Familie und wird immer im Herzen bleiben“, sagte Lehner. Wie dieser Punkt zum Start genau einzuordnen ist, werde sich aus seiner Sicht ohnehin erst später zeigen: „Das weiß man wahrscheinlich erst nach drei, vier Runden.“