Spielberichte

"Eigentlich konnten nur wir uns selbst schlagen" – Schrattenberg/Drasenhofen fährt klares 3:0 ein

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Dürnkrut
Schrattenberg/Drasenhofen

In der 2. Klasse Weinviertel hat SC Dürnkrut gegen SG Schrattenberg/Drasenhofen am Samstag eine klare 0:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Helmut Janecek sprach nach dem Auswärtssieg von einer über weite Strecken dominanten Vorstellung seiner Mannschaft und sah den Grundstein schon vor der Pause gelegt. Das 1:0 durch Christopher Okoko, das schnelle 2:0 nach Wiederbeginn und der späte dritte Treffer sorgten für einen verdienten Erfolg der Gäste.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schrattenberg/Drasenhofen übernimmt früh das Kommando

Janecek zeichnete nach dem Schlusspfiff das Bild eines Spiels, in dem seine Mannschaft rasch die Kontrolle übernahm. "Wir haben den Schwung von letzter Woche zur zweiten Hälfte mitgenommen", sagte der Trainer und meinte damit jene spielerischen Ansätze aus der zweiten Hälfte des vorherigen Spiels, die seine Elf schon zuletzt gezeigt hatte. In Dürnkrut sei das diesmal von Beginn an sichtbar gewesen. Schrattenberg/Drasenhofen war nach seiner Einschätzung "dominant" und "spielbestimmend" und fand dabei genau jene Mischung, die in dieser Liga oft entscheidend ist. Die Gäste waren stabil in den Zweikämpfen, blieben aber nicht beim bloßen Kampf, sondern brachten auch den von Janecek angesprochenen "Spielwitz" auf den Platz. Dadurch hatte seine Mannschaft aus seiner Sicht von Anfang an mehr vom Spiel und konnte den Ton der Partie vorgeben.

Das 1:0 als Knackpunkt, das 2:0 gleich nach Wiederbeginn

Belohnt wurde dieser Auftritt in der 32. Minute. Cenek Cenek bereitete laut Janecek "schön" für Christopher Okoko vor, der das 0:1 erzielte und damit die Phase der Überlegenheit auch im Ergebnis sichtbar machte. Für den Trainer war dieses Tor der entscheidende Moment der Partie. "Spätestens nach dem 1:0 war klar, dass eigentlich nur wir uns selbst schlagen können", sagte er nach dem Spiel. Genau das sprach er auch in der Pause an. Janecek warnte seine Mannschaft davor, Dürnkrut nur durch eigene Fehler wieder stark zu machen. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste dann der Beginn der zweiten Hälfte. Unmittelbar nach Wiederanpfiff traf Martin Pitel zum 0:2. Der Trainer beschrieb den Treffer als Tor nach einer Standardsituation, bei dem Pitel per Kopf erfolgreich war. Damit bekam der Auswärtsauftritt endgültig eine klare Richtung, weil Schrattenberg/Drasenhofen gleich nach der Pause nachlegte und den Vorsprung ausbaute.

Dürnkrut kommt kaum gefährlich auf, Nestler setzt den Schlusspunkt

Dürnkrut fand nach dieser Doppelführung aus Sicht des Trainers lange keinen wirklichen Zugriff mehr auf das Spiel. Janecek sprach davon, dass der SC erst um die 70. Minute herum den ersten Torschuss auf das Tor seiner Mannschaft abgab. Mehmet Özcan habe dabei einen guten Abschluss gehabt, den der Tormann aber stark hielt. "Sonst wäre es das 1:2 gewesen und es wäre zum Schluss noch einmal spannend geworden", meinte Janecek. Genauso deutlich schob er aber nach, dass ein solcher Anschluss seiner Ansicht nach "unverdient gewesen wäre". So blieb Schrattenberg/Drasenhofen insgesamt stabil, ließ sich nicht mehr aus der Ordnung bringen und brachte den Vorsprung kontrolliert über die Zeit. In der 89. Minute machte Kapitän Lukas Nestler schließlich den Deckel drauf und erzielte das 0:3. Damit war der klare Auswärtssieg endgültig besiegelt.

Klare Worte des Trainers und ein letzter Auftritt

Auch im Gesamturteil fiel Janeceks Analyse eindeutig aus. Die größte Stärke seiner Mannschaft sah er in genau jenen Dingen, die er schon zu Beginn des Gesprächs hervorgehoben hatte. "Die spielerischen Elemente" seien ebenso wichtig gewesen wie die nötige Stabilität gegen den Ball. "Wir waren in den Zweikämpfen stabil und haben uns nicht aus dem Tritt bringen lassen", sagte er. Dass er den Erfolg als "verdienten Sieg" und als "versöhnlichen Abschluss" bezeichnete, bekam am Ende des Gesprächs noch eine besondere Bedeutung. Auf die Frage nach weiterem Verbesserungspotenzial antwortete Janecek nämlich mit einem bemerkenswerten Satz: "Ich sehe überhaupt keine Verbesserungspotenziale mehr, weil ich seit gestern Abend nicht mehr Trainer in Schrattenberg bin." Das 3:0 in Dürnkrut war für ihn damit nicht nur ein klarer Auswärtssieg, sondern zugleich sein letztes Spiel und sein letzter Auftritt als Trainer von Schrattenberg/Drasenhofen.

2. Klasse Weinviertel: SC Dürnkrut : Schrattenberg/Drasenhofen - 0:3 (0:1)

  • 89
    Lukas Nestler 0:3
  • 46
    Martin Pitel 0:2
  • 32
    Christopher Okoko 0:1